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José Aldo hatte Spitzel im Einsatz, die ihm Edgars Taktik verrieten

Jose Aldo (Foto: Florian Sädler)

Seit jeher ist José Aldo für seine schmerzhaften Low Kicks bekannt. In seinem letzten Kampf gegen Frankie Edgar bei UFC 200 bekam man in fünf Runden allerdings kaum Tritte zu sehen. Das hatte einen ganz bestimmten Grund, wie Aldo jetzt bei einem Media Day in Rio de Janeiro erklärte.

„Wir hatten ein paar Spitzel dort, wo er die ganze Woche (vor UFC 200) trainiert hat“, sagte Aldo ganz offen. „Die haben uns erzählt, was er so im Training macht. Also musste ich mich mit den Kicks und mit meiner linken Hand zurückhalten, weil er diese Aktionen kontern wollte.“

Auf die Nachfrage, ob Aldo nur Scherze mache oder ob er tatsächlich Spitzel im Einsatz hatte, sagte er: „Natürlich hatte ich einen Spitzel. Warum hätte ich denn nicht kicken sollen? Das ist doch bei mir Instinkt. Wir haben immer einen Spitzel. Wir schicken jemand ins Team des Gegners und die geben uns dann Informationen.“

Während der Fight Week von UFC-Veranstaltungen werden die Kämpfer des Events in zwei Gruppen unterteilt. Für die beiden Gruppen wird jeweils ein Raum zur Verfügung gestellt, in dem die Athleten trainieren können. Aldo erklärte, er habe die Liste der Kämpfer durchgeschaut, die sich mit Edgar einen Trainingsraum teilten, um mögliche Spitzel zu beauftragen. Wer genau ihm die Informationen zugetragen hat, wollte Aldo nicht verraten. Das Vorgehen sei jedoch nicht unüblich.

„Gott sei Dank passiert es immer wieder“, sagte Aldo. „Wir haben immer Brasilianer in den anderen Teams. Wenn ich am ersten Tag (im Hotel) trainieren gehe, sehe ich auch die Liste der anwesenden Teammitglieder der Kämpfer. Und wenn da ein Brasilianer dabei ist, fragen wir ihn, ob er mal beim Gegner schauen kann. Das hilft sehr.“ 

Am Ende holte sich Aldo auch ohne Kicks einen einstimmigen Punktsieg und durfte sich am Ende den Interims-Titel im Federgewicht um die Hüfte schnallen. Nun peilt der Brasilianer einen Rückkampf gegen Conor McGregor an.