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José Aldo: „Der Interims-Titel hat keinerlei Bedeutung“

José Aldo (Foto: Florian Sädler)

Bei UFC 200 wird José Aldo gegen Frankie Edgar um den Interims-Titel im Federgewicht antreten, da Champion Conor McGregor aufgrund eines Rückkampfes gegen Nate Diaz nicht zur Titelverteidigung antreten wird. Zufrieden ist Aldo mit der Situation jedoch nicht, wie er kürzlich brasilianischen Medien erklärte.

„McGregor wird am gleichen Abend in einer anderen Gewichtsklasse kämpfen, in einem bedeutungslosen Rückkampf“, sagte Aldo. „Wir haben nach einem Rückkampf gefragt. Bei allem was ich in den vergangenen Jahren erreicht habe, verdiene ich einfach einen Rückkampf. Aber was kann ich schon tun? Ich respektiere Frankie Edgar, aber es ist für mich nur ein erster Schritt in Richtung Titel.“

Nachdem Conor McGregor im Dezember den UFC-Federgewichtstitel mit einem K.o.-Sieg gegen Aldo nach nur 13 Sekunden an sich reißen konnte, wollte der Ire  auch den Titel im Leichtgewicht gewinnen. Der Kampf gegen Rafael Dos Anjos kam jedoch aufgrund einer Verletzung nicht zustande und so traf McGregor auf Nate Diaz, gegen den er in der zweiten Runde verlor. Nun wird McGregor bei UFC 200 erneut gegen Diaz ins Octagon steigen und somit auch im zweiten Kampf nach dem Gewinn des UFC-Golds den Titel nicht aufs Spiel setzen. Deshalb will die UFC nun einen Übergangs-Champion ermitteln.

„Es ist ein wenig frustrierend, weil wir den Titelkampf (gegen McGregor) erwartet hatten, aber es ist am Ende so gekommen, wie es die UFC bereits angedeutet hatte, dass ich gegen Edgar um den Übergangstitel kämpfen soll“, so Aldo weiter. „Es ist halt nicht der richtige Titel. Aber was kann ich schon tun? Wir werden dafür bezahlt, zu erscheinen und zu kämpfen.“

Als McGregor im vergangenen Jahr den Interims-Titel im Kampf gegen Chad Mendes gewann, spottete Aldo über den Titel des Iren und bezeichnete ihn als „Spielzeug-Gürtel“. Auch jetzt sieht er keinen großen Wert in einem Interims-Titel.

„Der Gürtel hat keinerlei Bedeutung“, sagte der Brasilianer über den Interims-Titel. „Ich will den Sieg, damit ich mir dann den Titel holen kann. Das ist nur ein Zwischenschritt. Der Interims-Gürtel ist für die Presse und die Fans gemacht worden, nicht für mich. Ich will den richtigen Titel. Ich respektiere Frankie Edgar, aber ich werde kommen und gewinnen. Das hat bei mir das Feuer neu entfacht - den Drang zu gewinnen.“

José Aldo konnte bereits 2013 einen Sieg gegen Frankie Edgar einfahren, als er den Ex-Leichtgewichtschampion nach Punkten bezwang. Am 9. Juli werden sich beide nun bei UFC 200 in der neugebauten T-Mobile Arena in Las Vegas erneut messen.