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Jorge Masvidal verpasst Leon Edwards Faustschlag nach UFC London

Jorge Masvidal (Foto: Alexander Petzel-Gligorea/GNP1.de)

Jorge Masvidal hätte als großer Sieger London verlassen können, stattdessen könnte ihm nun noch ein Nachspiel mit der UFC und der regelnden Kommission blühen. Grund ist ein Vorfall, der sich direkt im Anschluss an seinen Sieg über Darren Till in den Katakomben der o2-Arena abspielte und zu einem Cut bei Leon Edwards führte.

Jorge Masvidal war gerade mitten in einem Post-Fight-Interview mit ESPN, als Leon Edwards vorbeikam und ein paar Worte an den Amerikaner richtete. Edwards hatte bereits die ganze Woche über ein Auge auf den Sieger des Hauptkampfes zwischen Darren Till und Masvidal geworfen, Masvidal entgegnet, dass er der Engländer nicht die eigene Popularität steigern soll, indem er Masvidal herausfordert. Direkt nach den Siegen der beiden erhitzten sich die Gemüter erneut.

Nach einem Wortwechsel bewegte sich Masvidal mit hinter dem Rücken verschränkten Armen von den Kameras weg und auf Edwards zu, plötzlich flogen die Fäuste und die beiden Weltergewichte mussten wieder getrennt werden. Edwards trug dabei eine Platzwunde unter dem linken Auge davon, Masvidal blieb unverletzt. Später erklärte Masvidal, was genau passierte.

„Ich mache mein Interview und plötzlich kommt dieser Hooligan vorbei und sagt, dass er mich im Juli verprügeln will“, so Masvidal gegenüber ESPN. „Ich habe entgegnet, dass ich vielleicht gar nicht gegen ihn im Octagon kämpfen will, weil er kein Trainingscamp wert ist. Dass ich ihm vielleicht schon im April in den Arsch treten will. Dass ich direkt hier und jetzt gegen ihn kämpfe, weil er eine Flasche ist. Und wenn er mir was zu sagen hat, soll er es mir ins Gesicht sagen wie ein Mann und nicht im Vorbeigehen. Wir sind beide Männer.“

„Ich habe meine Hände hinter dem Rücken verschränkt, damit er sieht, dass ich keine Probleme will“, so Masvidal weiter. „Dann hat er aber die Hände hochgenommen und ist auf mich zugelaufen. Da wo ich herkomme, macht man das nur, wenn man auch zuschlagen will. Und das wird mir hier nicht passieren. Auch wenn es auf dem Video nicht so aussieht, weil ich kaltblütig bin, aber ich hatte Angst um mein Leben. Ich dachte, dass mich dieser Hooligan gleich attackiert. Er hätte nicht auf mich zugehen sollen, als wollte er mich schlagen. Ich habe den ersten Treffer gelandet. Kriege ich dafür Ärger?“

Edwards Management gab bereits zu Protokoll, dass man den Vorfall nicht bei der Polizei anzeigen werde. Ob die UFC Maßnahmen ergreift, steht derzeit noch nicht fest.