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Jorge Masvidal spottet über Covington: Hättest meinen Coach bezahlen sollen.

Jorge Masvidal (Foto: Alexander Petzel-Gligorea/GNP1.de)

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Diese alte Redewendung bekommt derzeit Colby Covington am eigenen Leib zu spüren. Der Amerikaner unterlag am Samstag Kamaru Usman im UFC-Titelkampf und erlitt dabei einen kleinen Kieferbruch. Nachdem er zuvor verbal ausgeteilt hatte, scheinen sich Fans und Kollegen nun darüber zu freuen, dass der Amerikaner vorübergehend nicht sprechen kann. Einer von ihnen ist Jorge Masvidal.

Denn auch Masvidal, ein ehemaliger Teamkollege, Freund und sogar Mitbewohner Covingtons, ließ es sich nicht nehmen, auf Twitter noch eine Spitze gegen den Amerikaner abzulassen: „Sie sagen, man soll keinen Mann treten, der am Boden liegt, aber du bist kein Mann. Du hättest meinen Coach bezahlen sollen. Das ist billiger, als sich den Kiefer verdrahten zu lassen.“

Auch die Flucht Covingtons nach der Niederlage ist für Masvidal ein gefundenes Fressen. Covington verließ den Käfig noch vor der Urteilsverkündung im Eiltempo in Richtung Kabine. „Chaos“ meldete sich erst am Sonntag wieder zu Wort und beschuldigte Ringrichter Marc Goddard, ihn um den Sieg betrogen zu haben. Kein Vergleich etwa mit Ben Askren, der mit seiner Niederlage gegen Masvidal anders umging. „Respekt an Ben Askren, der nach seiner Niederlage nicht seinen Schwanz eingezogen hat. Er hat keine Ausflüchte gesucht, den Rückschlag weggesteckt seine Hater nie zensiert wie ein Feigling.“

Seit längerem schwelt der Streit der beiden Weltergewichte. Wie Masvidal erklärt, habe Covington einen der Trainer nicht ausbezahlt, der ihm bei der Vorbereitung auf den Sieg über Rafael dos Anjos geholfen habe. Covington bestreitet das energisch. Für Masvidal besiegelte das das Ende der Freundschaft zwischen den beiden. „Wir waren Freunde, bis er meinen Coach abgezogen hat, seitdem rede ich nicht mehr mit ihm“, wurde er im September zitiert.

Obwohl Covington ganz andere Ziele vor Augen hatte und Masvidal am Samstag lieber einem Domino-Turnier in Florida beiwohnte, als nach Las Vegas zu fliegen, ließen die beiden auch während der Woche kein gutes Haar aneinander. Covington bezeichnete den „BMF“-Titel als Gürtel für abgebrannte, mittelmäßige Kämpfer („Broken Mediocre Fighters“), Masvidal erinnerte Covington an die gemeinsame Vergangenheit, in der er Covington mehr als einmal aus der Patsche half.

Ob die beiden ihre Differenzen im Käfig klären, ist derzeit fraglich. Masvidal könnte der kommende Herausforderer auf Usmans Titel werden, auch wenn dieser einen Rückkampf gegen Leon Edwards ins Gespräch brachte. Auch ein Rückkampf zwischen Usman und Covington ist nicht ausgeschlossen.