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Jon Jones: Kokain ist überhaupt nicht mein Ding!

Jon Jones (Foto: Senate Democrats/Creative Commons)

Der Kokain-Skandal um UFC-Halbschwergewichtschampion Jon Jones hat in der vergangenen Tagen und Wochen gehörige Wellen geschlagen. Nun äußerte sich Jones dazu exklusiv in einem Interview mit US-Sender und UFC-TV-Partner FOX Sports. Groundandpound.de hat das deutsche Transkript der wichtigsten Aussagen und das Originalvideo in voller Länge.

Jon Jones zum Tag, an dem der positive Drogentest publik wurde:

“Das war ein nervenaufreibender Tag. Ich wusste, dass ich etwas Falsches getan habe, und dass der Test das beweisen würde. Ich habe niemandem davon erzählt, nicht einmal meine Coaches wussten davon. Ich habe das für mich behalten. Ich wusste, dass der Test positive sein würde und dass ich nichts dagegen tun kann. Das hat mich fertig gemacht, aber ich habe mich nur auf das konzentriert, was ich kontrollieren kann – den Fight."

Jon Jones zum Grund des Kokain-Konsums:

„Es gibt dafür keine Entschuldigung, dafür bin ich nicht hier. Ich habe (das Kokain) auf einer Party genommen. Nur ein Feigling würde jetzt hier sitzen und irgendeine raffinierte Erklärung abliefern, in der mich eine bestimmte Situation zu all dem verleitet hat. Ich werde das nicht tun. Ich mache nicht meine Freunde dafür verantwortlich oder den Druck oder den Stress. Ich mache nichts und niemanden dafür verantwortlich. Ich sage nur eins: Ich habe es verbockt! Ich kann nicht mal sagen, ich habe einen Fehler begangen. Denn es war kein Fehler, ich habe das bewusst getan.“

Jon Jones zur Frage, ob es sich dabei um einen einmaligen Ausrutscher gehandelt hat:

„Ich habe auch vorher schon (Kokain genommen), habe ein paar Mal am College damit herumexperimentiert. Aber das war’s auch. Damals bin ich da so reingestolpert, aber es ist nie zu einem Problem ausgeartet. Ich stehe eigentlich gar nicht auf Koks, das ist überhaupt nicht mein Ding. Warum ich es in dieser Nacht genommen habe? Das war nur... dafür gibt es keine Entschuldigung. Ich weiß auch nicht, was da über mich gekommen ist, dass ich so eine dumme Entscheidung getroffen habe. Aber ich habe es getan und muss nun damit leben.

Jon Jones zu seinem überraschend kurzen Aufenthalt in einer Entzugsklinik:

„Sagen wir so: Dass ich in den Entzug gehe, war eine gemeinsame Entscheidung von mir und meinen Geschäftspartnern. Sie dachten, das wäre eine gute Sache. Ich habe denen gleich erklärt: Leute, ich habe kein Drogenproblem, ich wurde einfach nur erwischt! Ihre Antwort war: Jon, wir haben keine Ahnung ob du ein Drogenproblem hast oder nicht. Warum gehst du also nicht in eine Entzugsklinik und lässt das die Experten dort entscheiden?“

„Ich bin also in diese Klinik gegangen und habe eine 24-stündige Beurteilungsphase mitgemacht, während der ich fast sieben Stunden lang mit irgendwelchen Doktoren gesprochen habe. Wir haben uns über Drogen unterhalten und welche Rolle sie in meinem Leben spielen und gespielt haben. Am Ende kamen sie zu dem Schluss, dass ich keine stationäre Behandlung benötige und haben mich an eine ambulante Einrichtung überwiesen. Dort habe ich den nächsten Tag mit den verschiedensten Abhängigen verbracht. Schließlich sagte der Suchberater zu mir, dass er glaube, ich hätte einen großen Fehler gemacht, dass ich aber nicht die ganze Zeit in der Einrichtung leben müsste. Ich werde aber weiterhin regelmäßige Drogentests abgeben müssen und zweimal pro Woche oder mehr in meinem Haus vom Suchtberater besucht.“

Hier das Video des kompletten Interviews in der englischen Originalfassung: