UFC News

Jon Jones: „Ich war marihuanaabhängig, kein Kokser!”

Jon Jones (Foto: Youtube)

Jon Jones ist auf dem besten Weg zurück in die UFC, nachdem ihm im vergangenen Jahr nach einer Reihe von Verfehlungen der Halbschwergewichtstitel abgenommen wurde. Nun sprach er in einem ausführlichen Interview endlich Klartext - und erwägt, die Sportbehörde Nevadas zu verklagen.

Rückblick: Im Jahr 2015 hat sich Jahrhunderttalent Jon Jones gleich eine ganze Reihe von Fehltritten geleistet. Im April verursachte er einen Auffahrunfall mit einer schwangeren Frau und floh vom Unfallort, im Auto wurde eine Marihuanapfeife gefunden. Der Vorfall führte dazu, dass Jones auf unbestimmte Zeit gesperrt und ihm der Titel abgenommen wurde.

Schon im Januar machte Jones Schlagzeilen, als bekannt wurde, dass einige Tage vor seinem Sieg über Daniel Cormier bei UFC 182 bei einem unangekündigten Dopingtest Spuren von Kokain in seinem Blut gefunden wurden. Genau über diesen Test regt sich der vermeintlich geläuterte Sünder nun auf - denn die Behörde hätte ihn auf "Straßen-Drogen" wie Koks überhaupt nicht testen dürfen, geschweige denn das Ergebnis veröffentlichen.

„Koks zu nehmen war nicht in Ordnung”, so Jones gegenüber MMAFighting. „Aber dieser Test war nicht rechtens, und schon gar nicht ihn publik zu machen. Das Kokain haftet mir mehr an als alles andere, was ich je in meiner Karriere getan habe. Die haben mir damit einen heftigen Schlag versetzt, das habe ich nicht vergessen. Ich habe nun drei Jahre Zeit, um gegen die Behörde juristisch vorzugehen.”

Im weiteren Verlauf des Interviews beteuerte Jones, niemals kokainabhängig gewesen zu sein, sondern vielmehr regelmäßig Marihuana konsumiert und heftig getrunken zu haben.

"Diese Koks-Sache war wirklich verrückt. Ich schwöre, ich mag Kokain nicht einmal. Ich habe ziemlich oft Marihuana geraucht, das ist den Menschen aus meinem Umfeld auch bekannt. Ich trinke sehr gerne. Ich kann offen und ehrlich sagen, dass ich mit den größten Partylöwen mitgehalten habe. Aber Koks habe ich nur einmal probiert und am nächsten Tag stand die Sportbehörde bei mir auf der Matte. Wie ist das möglich? Seitdem stehe ich als Kokser da, dabei bin ich alles andere als das. Auf Koks hätte ich niemals all die Dinge erreichen können, die ich erreicht habe. Ich war marihuanaabhängig. Es ist nicht leicht, sich eine solche Abhängigkeit einzugestehen, vor allem wenn man trotz Abhängigkeit noch so viel auf die Reihe bekommt wie ich. Aber ich war abhängig und bin es heute nicht mehr."

Jones' Sperre wurde im Oktober offiziell aufgehoben. Per Twitter hatte er ein Comeback am 23. April beim geplanten ersten UFC-Event in New York angedeutet.

Hier das gesamte, mehr als einstündige Interview mit Jones: