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Jon Jones: „Ich habe nicht absichtlich betrogen!“

Jon Jones (Foto: legendashow)

Hat Jon Jones gedopt? Ein Dopingtest und zwei positive Proben sagen ja. Er selbst äußerte sich am Freitag auf einer extra einberufenen Pressekonferenz und sagt: "Ich habe nicht absichtlich betrogen!"

Es ist Freitag, einen Tag vor UFC 200. Jon Jones, der eigentlich gegen Erzfeind Daniel Cormier den Hauptkampf bestreiten sollte, betritt sichtlich aufgewühlt die Bühne. Dieser Pressetermin wurde nur für ihn einberufen, um sich zu erklären. Einen Tag zuvor war Jones wegen eines positiven Dopingtests vom Kampfprogramm gestrichen worden.

Jones ist gegen Doping

Nachdem er sich bei allen angereisten Fans und bei Gegner Daniel Cormier entschuldigt hat, kam Jones auf den Dopingtest zu sprechen und versicherte, wissentlich keine leistungssteigernde Substanzen missbraucht zu haben.

"Ich kann mir das nicht erklären", erklärt er. "Ich nehme seit Jahren die gleichen Supplemente. Ich habe nicht absichtlich betrogen, ich bin bis heute gegen Doping und habe das auch mehrfach öffentlich geäußert."

Sowohl A- als auch B-Probe eines unangekündigten Tests vom Juni waren positiv. Auf welche Substanz der Test angeschlagen hat, ist bisher nicht bekannt. UFC-Präsident Dana White hatte nur erklärt, dass es sich um zwei Substanzen handele. Woher die stammen, kann der UFC-Star sich selbst nicht erklären.

"Ich habe noch nie davon gehört, kann das nichtmal aussprechen", so ein emotionaler Jones. "Ich werde jetzt einfach alle Dinge durchgehen müssen, die ich in letzter Zeit zu mir genommen habe - auch Dinge, die nichts mit Sport oder Leistungssteigerung zu tun haben."

Testergebnis war ein Schock

Das positive Testergebnis war für Jones nach eigener Aussage ein Schock. Kämpfer sind nach USADA-Richtlinien verpflichtet, der Behörde mitzuteilen, welche Supplemente sie einnehmen und was darin enthalten sein könnte.

"Ich weiß, dass man alles, was man einnimmt, bei der USADA angeben muss", so Jones. "Zu dopen liegt mir aber derart fern, dass ich niemals damit gerechnet hätte, jemals in so eine Situation zu kommen", so Jones. "Ich dachte eigentlich, mit meinen Supplementen wäre ich nicht einmal in einer Grauzone."

Jones will sich zurückkämpfen

Nachdem er so aufgewühlt war, dass er die Bühne für einige Minuten verlassen musste, gab Jones sich kämpferisch und versprach, weiterzumachen und sich zurück zu kämpfen. Viele Freunde in der UFC-Chefetage dürfte er inzwischen allerdings nicht mehr haben, glaubt man UFC-Präsident White. 

"Mit Dana White habe ich noch nicht gesprochen, würde es aber gern tun", so Jones. "Ich habe aber mit Lorenzo Fertitta geredet und ihm versichert, dass ich niemals betrügen würde und stolz auf meine Arbeitsmoral bin."  

Dennoch droht Jones für sein Dopingvergehen im schlimmsten Fall eine zweijährige Sperre. Das Karriereaus würde die laut ihm allerdings nicht bedeuten.

"Ich würde definitiv zurückkehren", erklärt er unter Tränen. "Ich mag hier oben sitzen wie ein gebrochener Mann, aber ich bin immer noch ein Kämpfer. Ich bin im Augenblick nur ein wenig aufgewühlt. Ich musste eine Menge durchmachen, um es hierhin zu schaffen - von so etwas lasse ich mich nicht aufhalten."