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Jon Jones: „Für Daniel Cormier heißt es alles oder nichts“

Jon Jones will sich bei UFC 200 seinen Titel zurückholen (Foto: Mark Bergmann).

Sie tun es wieder: Am 9. Juli werden die langjährigen Rivalen Jon Jones und Daniel Cormier im Hauptkampf von UFC 200 zum zweiten Mal aufeinandertreffen. Ganz so explosiv wie im Vorfeld des ersten Duells ist die Fehde der beiden Top-Halbschwergewichte zwar nicht mehr, vollständig ist das böse Blut aber noch nicht verschwunden.

„Nachdem ich ihn besiegt habe, ist (Daniel Cormier) durch“, gab Jones am Dienstag im Zuge eines Pressetermins im Vorfeld von UFC 200 zu Protokoll. „Derjenige, der diesen Kampf gewinnt, ist der Sieger in diesem ganzen Streit.“

Die letzten Monate über war es vergleichsweise ruhig um die beiden Rivalen, deren ersten Kampf Jones Anfang 2015 einstimmig nach Punkten gewann.

Trotzdem: Jones, der sich den Halbschwergewichtsgürtel 2011 mit einem dominanten Sieg gegen Mauricio „Shogun“ Rua sichern konnte, anschließend mit acht Titelverteidigungen in Folge den bisherigen Rekord brach und die Weltmeisterschaft vergangenes Jahr wegen Verfehlungen außerhalb des Octagons verlor, nimmt noch immer Anstoß an Cormiers Selbstbild als wahrer Champion.

„DC“ gewann den vakantierten Gürtel 2015 mit einem Sieg gegen Anthony Johnson und verteidigte ihn anschließend gegen Alexander Gustafsson, während Jones, der für die einzige Niederlage in Cormiers Bilanz verantwortlich ist, die gesamte Entwicklung zähneknirschend von außen mitansehen musste.

„Ich denke einfach, dass er gehörig unter Druck steht“, mutmaßt er in der Woche vor Runde sechs. „Für ihn heißt es wirklich alles oder nichts. Ich genieße es, in der Position zu stehen, in der ich jetzt bin. Ich denke, dass der Druck für mich viel geringer ist. Ich bin 28 Jahre alt und kann noch lange weiterkämpfen, er dagegen wird nie wirklich Champion gewesen sein, wenn er jetzt verliert, und ich denke, er weiß das.“

Was passiert, falls Cormier sich am 9. Juli in Las Vegas seine Revanche holen kann, hat für Jones dagegen keine Bedeutung: „Ich denke überhaupt nicht über das Verlieren nach. Ich habe noch nie verloren und ich habe es auch nicht vor.“

„Es gibt nur eine Nummer eins, und darunter dann den Rest der Gewichtsklasse. Ich kann es kaum erwarten, da raus zu gehen und zu zeigen, dass das jetzt meine Zeit und meine Ära ist.“