UFC News

Jon Jones: „Die UFC wusste, dass Vitor bei UFC 152 gedopt war!”

Jon Jones spricht über seine Auszeit.

Jon Jones hat sein Schweigen gebrochen. Der einstige UFC-Champion im Halbschwergewicht war in den letzten Monaten medial kaum präsent, sieht man von seinen Beiträgen auf sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Instagram einmal ab. Das ist seit heute anders. In einem einstündigen Video-Interview mit Ariel Helwani erzählt Jon Jones von seinem Autounfall, seiner Suspension und erhebt schwere Vorwürfe gegen die UFC.

„Vitor Belfort war auf Steroiden, als er gegen mich gekämpft hat,” behauptet Jones während des Interviews mit Helwani. „Die UFC wusste Bescheid, schon weit vor dem Kampf. Sie haben ihn nicht bestraft. Sie haben den Kampf stattfinden lassen, obwohl sie wussten, dass ich gegen einen gedopten Gegner antrete. Das ist eine Gefahr für mein Leben! Was macht man in so einer Situation?”

Jones spricht die Vorfälle rund um UFC 151 und 152 an. Im Sommer 2012 hätte Dan Henderson um den Titel gegen Jones kämpfen sollen. Dieser verletzte sich jedoch kurz vor UFC 151. Nachdem Jones einen Kampf gegen Chael Sonnen ablehnte, musste die Veranstaltung UFC 151 gestrichen werden. Drei Wochen später stand Jones dann gegen Vitor Belfort im Käfig, nachdem Lyoto Machida den Titelkampf aufgrund der zu kurzen Vorbereitungszeit ablehnte.

Die Unstimmigkeiten seien dann kurz vor dem Kampf mehr als deutlich gewesen. „Beim Wiegen habe ich mir seine Bauchmuskeln angesehen und mir nur gedacht, ich bin viele Jahre jünger als er und er sieht deutlich fitter aus als ich. Das in seinem Alter und in dem Stadium seiner Karriere. Und ich habe verdammt hart auf den Kampf trainiert.” Jones stößt damit ins gleiche Horn wie ein vor zwei Monaten veröffentlichter Deadspin-Artikel, der die Vorkommnisse um einen überhöhten Testosteron-Wert Belforts im Vorfeld des Kampfes publik machte (GNP1.de berichtete).

Im Interview kommt auch die Beziehung der UFC zur Nevada State Athletic Commission nicht gut weg, die Jones in der Thematik seines positiven Kokain-Befundes anspricht. „Ich habe noch keine Schritte eingeleitet, aber die Fans wissen Bescheid. Die Macht der UFC und der Kommission muss irgendwann mal unter Kontrolle gebracht werden. Zu wissen, dass sie mich mit ihm in den Käfig geschickt haben, das ist ein Schlag ins Gesicht," so Jones weiter.

„Ich wäre so gerne ein Company Guy und würde gerne die richtigen Dinge tun. Aber gleichzeitig sehe ich, dass sie mich ein paar Mal hintergangen haben. Ich weiß nicht, wo ich mit ihnen stehe. Ich hoffe einfach, dass den Fans bewusst wird, was für Tricks sie abziehen.”

Das komplette Interview, indem auch Eindrücke von Jones' Sozialstunden zu sehen sind, findet ihr hier: