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Jon Jones: Die Menge an Steroiden war wie „eine Prise Salz in einem Schwimmbecken“

Jon Jones ist sich keiner Schuld bewusst (Foto: Mark Bergmann/GNP1.de)

Bereits zwei Mal wurde Jon Jones in den vergangenen zwei Jahren positiv auf verbotene Substanzen getestet. In beiden Fällen schob der ehemalige UFC-Halbschwergewichtschampion die Resultate der Dopingtests auf verunreinigte Nahrungsergänzungsmittel. Obwohl die US-Anti-Doping-Agentur, kurz USADA, den 31-Jährigen für sein zweites Vergehen 15 Monate sperrte, weist Jones jede Betrugsabsicht von sich. Er verglich die Menge an Steroiden in seinem System mit „einer Prise Salz in einem Schwimmbecken“.

Nach zwei Dopingsperren darf Jon Jones in wenigen Tagen wieder ins aktive Geschehen eingreifen. Die Suspendierung des ehemaligen Halbschwergewichtschampions endet am 28. Oktober. Auch sein nächster Kampf steht bereits fest. Am 29. Dezember kommt es bei UFC 232 zum lange ersehnten Rückkampf mit Alexander Gustafsson. Zuvor ging Jones in einem Interview auf seine beiden Dopingvergehen ein. Den ersten positiven Test, den er im Juli 2016 abgeliefert hatte, schob er dabei auf die Einnahme eines Potenzmittels, das er an einer Tankstelle gekauft haben soll.

„Die Potenzmittel-Situation, das wurde bewiesen, das war ein Fehler“, so Jones. „Wer nimmt ein Potenzmittel und erwartet, dass er dann besser kämpft? Ich meine, niemand. Wir haben die Firma gefunden, wir haben die Pillen gefunden, wir haben die Pillen bestellt und die Pillen kamen mit Zeug darin zurück, das nicht drin sein sollte. So eine kleine Menge, dass es einen nicht besser kämpfen lässt oder stärker macht.“

Auch für den zweiten positiven Test hat der 31-Jährige eine Erklärung. „Dann in der zweiten Situation haben wir gerade herausgefunden, dass USADA gesagt hat ‘die Menge an Steroiden, die wir in deinem Körper gefunden haben Jon, es war, als würde man eine Prise Salz nehmen und in ein olympisches Schwimmbecken werfen‘. Es war so eine kleine Menge, dass es offensichtlich ist, dass es ein Versehen war. Also zwei Wochen vor dem Kampf hast du eine Prise Salz genommen und in ein olympisches Schwimmbecken geworfen. Es ist klar, dass das nichts war, das dir geholfen hat, Daniel Cormier auszuknocken.“

Für die zwei Vergehen erntete Jones einiges an Kritik aus der MMA-Fangemeinde. Dies lässt der gebürtige New Yorker jedoch nicht an sich heran: „Ich würde sagen, dass diese Leute eine Ausrede suchen, um mir nicht meine verdiente Anerkennung zu zollen. Weil in der ersten Situation, also in beiden Situationen, was auch immer in meinem System war, wurde wissenschaftlich bewiesen, dass die Mengen so klein waren, dass es keine Möglichkeit gibt, dass es meine Leistung beeinflusst hat.“

UFC 232 findet am 29. Dezember in Las Vegas statt. Angeführt wird die Veranstaltung vom Titelkampf im Halbschwergewicht zwischen Jon Jones und Alexander Gustafsson. Außerdem verteidigt Cris Cyborg ihren Gürtel im Federgewicht gegen die Championesse im Bantamgewicht, Amanda Nunes.