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Jon Jones: „Daniel Cormier ist die größte Pussy, die ich je getroffen habe!“

Daniel Cormier und Jon Jones (Foto: ZUFFA LLC)

Jon Jones ist zurück auf der großen Bühne. Der gefallene Halbschwergewichtschampion feierte sein Comeback auf den UFC-Presseterminen im großen Stil. Erst kam er mit seinem Gürtel auf die Bühne, anschließend reizte er Cormier permanent und heimste Lacher und Applaus ein. Daniel Cormier wurde unterdessen durchgehend ausgebuht. Etwas, mit dem der Weltmeister weder gerechnet hatte, noch sonderlich gut zurechtkam.

„Danke für die Erklärung, die Frage ist unter den zahlreichen Buhrufen untergegangen,” so Jones lachend auf eine Frage von Kevin Iole von Yahoo Sports. Zuvor wurde Daniel Cormier bei jeder Aussage von Buh-Rufen des Publikums begleitet: „Sie jubeln ihm zu. Sie buhen mich aus. Das ergibt Sinn.“ Perplex von den Reaktionen der Fans hielt Cormier natürlich auch nicht mit seiner Meinung gegenüber Jones‘ Auftritt hinterm Berg.

„Es zeigt seine Denkweise. Es zeigt, wie respektlos er ist, hier mit diesem Gürtel aufzutauchen,“ so Cormier. „Es zeigt, dass es für seine Handlungen keine Folgen gibt. Hätte er wirklich aus seinen Fehlern gelernt, würde er jetzt nicht so auftreten. Es gibt keine Veränderung in diesem Typen. Er macht die gleichen Sachen immer wieder.”

Dem widersprach Jones ganz entschieden: „Es ist kein Geheimnis, dass ich viele Probleme in meiner Karriere hatte. DC will, dass ich hier mit gesenktem Kopf sitze und mich so verhalte wie jemand, der aufgibt. Ich habe meine schwachen Momente überstanden und bin bereit, sie hinter mir zu lassen. Ich werde aufrecht stehen, mir für meine Art Fehler zu machen vergeben und weitermachen.“

„Ich bin auf einer Mission, der Welt zu beweisen, dass man wieder auf seine Beine kommen kann, wenn man sich nicht selbst aufgibt. Daniel Cormier zu besiegen ist ein Teil davon, es zu beweisen. Ich habe keinen Grund, ihn nicht zu mögen. Ich habe ihm die ungeschlagene Bilanz genommen, ich werde ihm den Gürtel, ich werde ihm meinen Gürtel nehmen.“

Eine Aussage, die bei Cormier einen wunden Punkt traf. Denn schon vor dem ersten Aufeinandertreffen Anfang 2015 hatte Cormier in Interviews immer wieder erwähnt, dass sich Jones Persönlichkeiten vor und abseits der laufenden Kamera unterscheiden. So auch im Vorfeld des gestrigen Pressetermins, wo Jones hinter den Kulissen mit Cormier und seinen Trainingskameraden aneinander geraten war. „Erst vor einer Stunde hat mich Jon Jones die langweiligste, größte Pussy genannt, die er je getroffen hat. Glaubt, was ihr wollt, er lügt euch wieder an! Oder heucheln wir den Fans hier wieder nur etwas vor, Jon?”

„Nein, tun wir nicht,“ so Jones auf Cormiers nachfragen hin. „Du bist die größte Pussy, die ich je gesehen habe. Wenn es um den Unterschied zum alten Jon geht, müsst ihr wissen, wenn ich Cormier als Pussy bezeichne, dann mache ich das als Kämpfer. In meinem Privatleben hat es umfassende Veränderungen gegeben. Wer mich kennt, weiß das.“

Immer wieder versuchte Cormier, mit Fakten die Stimmung auf seine Seite zu ziehen: „Ich bin nüchtern. Ich bin es seit mehr als fünf Monaten. Ich habe diese Dinge nicht gemacht. Ich habe mein Auto nicht zu Schrott gefahren. Ich wurde nicht suspendiert. Man hat mir nicht den Titel weggenommen. All das habe ich nicht getan. Das sind alles Dinge, die normale Menschen nicht machen. Und ihr bejubelt ihn, weil er sagt, er macht sie nicht mehr. Ich habe mein ganzes Leben lang nicht so eine Scheiße gebaut und ihr buht mich aus. Danke. Danke.“

Das letzte Wort hatte jedoch Jones, der Cormiers Ausführungen immer wieder mit hämischem Klatschen und einem Daumen nach unten begleitete: „Letztes Mal habe ich gekämpft, um zu gewinnen. Dieses Mal kämpfe ich, um ihm in den Arsch zu treten!“ Sprach er und verließ mit einer provokanten Wrestling-Pose die Bühne. Am 23. April treffen die beiden Halbschwergewichte im Hauptkampf von UFC 197 aufeinander.