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Jon Jones: Blachowicz hat sich die Chance mit Anderson-Knockout verdient

Jon Jones (Foto: instagram.com/jonnybones)

Hat sich Jan Blachowicz am Samstag einen Titelkampf gegen Jon Jones verdient? Wenn man dem UFC-Champion glaubt, dann dürfte der Pole der kommende Herausforderer auf den Titel sein. Blachowicz hatte im Hauptkampf von Rio Rancho Corey Anderson in der ersten Runde K.o. geschlagen und anschließend Jon Jones herausgefordert, der in der ersten Reihe saß.

„Es war ein großartiger Kampf“, sagte Jones anschließend backstage. „Jan Blachowicz hat einen richtig guten Job gemacht. Sein Boxen sieht stark aus. Corey Anderson wirkte langsam auf mich, irgendetwas hat nicht gepasst. Er war langsamer und zögerlicher bei den Takedowns. Ich glaube, dass er sich mehr Gedanken um den Kampf gegen mich gemacht hat als um den Kampf gegen Blachowicz. Das war eine wichtige Lektion für ihn. Sowas passiert, wenn man Gegner übersieht und sich schon mit dem nächsten beschäftigt. Corey Anderson musste heute Kreide fressen.“

Sowohl Blachowicz als auch Anderson hatten in der Vergangenheit immer wieder einen Kampf gegen Jones gefordert. Der 36-jährige Pole dürfte mit sieben Siegen aus den letzten acht Kämpfen mittlerweile auch das Resümee für einen Titelkampf haben. Blachowicz gewann von Oktober 2017 bis Oktober 2018 vier Kämpfe in Folge, besiegte dabei Jared Cannonier, Jimi Manuwa und Nikita Krylov. In seinem ersten UFC-Hauptkampf ging er gegen Thiago Santos K.o., der Brasilianer kämpfte daraufhin gegen Jones um den Titel.

Blachowicz ließ sich jedoch nicht lange zurückwerfen, knockte im Juli Luke Rockhold aus, besiegte anschließend Ronald „Jacaré“ Souza nach Punkten und feierte nun gegen Anderson einen weiteren K.o. in der UFC.

„Ich denke, dass jedem bewusst war, dass der Sieger des Kampfes im Titelrennen ist“, so Jones weiter. „Nachdem er den Kampf so beendet hat, mit dem Erstrunden-Knockout, sehe ich keine Möglichkeit, wie man ihm den Titelkampf verweigern kann. Jan sieht großartig aus, so wie er Luke Rockhold und nun Corey Anderson ausgeknockt hat. Ich weiß, beide sind nicht dafür bekannt, viel einstecken zu können, aber er hat den Abzug gedrückt und harte Treffer gelandet. Ich denke, er hat es sich verdient.“

Jones dürfte sich mit solchen Aussagen auch wieder einiges an Kritik in den sozialen Netzwerken einfangen, immerhin gehen zahlreiche Fans und auch mancher Kämpfer und Experte davon aus, dass Jones eigentlich den Kampf gegen Dominick Reyes verloren habe und dem Herausforderer einen direkten Rückkampf zugestehen solle. Jones teilt diese Gedanken nicht, schließt einen zweiten Kampf gegen Reyes allerdings auch nicht aus.

„Ich denke definitiv darüber nach“, so Jones. „Aber damit das Rematch gegen Reyes zustande kommt, müssen wir ein paar Gespräche mit der UFC führen. Wenn es nicht dazu kommt, habe ich auch kein Problem damit. Ich habe den Kampf gewonnen, definitiv die Runden drei, vier und fünf. Der Punktrichter, der mir die letzten vier gegeben hat, hat viel abbekommen, aber ich sehe, wie man das begründen kann und ich habe definitiv drei bis fünf gewonnen, dazu stehe ich. Mein Job ist es, da rauszugehen und zu kämpfen. Ich habe keine Kontrolle über die Punktrichter, was sie sehen und wie sie es bewerten, aber ich glaube, dass sie die richtige Entscheidung getroffen haben.“