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Jon Jones: B-Probe ebenfalls positiv

"Es wird schlimmer werden, bevor es besser wird", prophezeite die UFC zur Zusammenarbeit mit den Dopingjägern (Foto: USADA).

Das kleine Fünkchen Hoffnung auf eine schnelle Beilegung des Skandals ist erloschen. Die US-Antidoping-Behörde, die am Donnerstag Jon Jones‘ positiven Dopingtest verkündete und damit den Hauptkampf von UFC 200 am Samstag platzen ließ, hat bestätigt, dass auch die B-Probe des Tests positiv aus dem Labor zurückgekehrt ist.

„Ich kann bestätigen, dass die Ergebnisse der B-Probe von Mr. Jones‘ Test weitergegeben wurden und dass diese Ergebnisse die Erkenntnisse der ersten Probe bestätigen.“ Mit diesem Satz von USADA-Sprecher Ryan Madden ist klar, dass sich neuer, großer Ärger für Jon Jones am Horizont zusammenbraut.

Welche Substanz genau gefunden wurde, als Jones am 16. Juni von der Behörde getestet wurde, ist noch immer nicht bekannt. Weder USADA, noch die UFC oder Jones‘ Team haben sich bisher dazu geäußert.

Sicher indes ist, dass der ehemals unumstrittene und jetzige Interims-Champion des UFC-Halbschwergewichts, der möglicherweise beste Kämpfer der Welt, wieder einmal tief drin steckt in ernsthaften Schwierigkeiten: Nach Fahren unter Alkoholeinfluss, Fahrerflucht und einem positiven Kokaintest könnte dieser neueste Skandal dem 28-Jährigen seine bisher langwierigste Strafe einbringen.

USADA sieht für Erstsünder eine Suspendierung über bis zu zwei Jahre vor. Zwar haben Kämpfer wie Yoel Romero und Tim Means ihre Strafen reduzieren können, nachdem sie bewiesen hatten, dass ihr positiver Test von falsch ausgezeichneten Nahrungsergänzungsmitteln herrührte. Ob ein solcher Umstand auch in Jones‘ Fall der Grund für das Ergebnis des Tests war, ist aber noch unklar.

Jones hat seit einer Titelverteidigung gegen Daniel Cormier im Januar 2015 lediglich ein Mal gekämpft – bei UFC 197 holte der Ex-Champion sich gegen Ovince St. Preux den Interimstitel des Halbschwergewichts, den er bei UFC 200 mit einem zweiten Sieg gegen Cormier in den echten Gürtel umwandeln wollte. Cormier trifft nun stattdessen auf Anderson Silva.