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Jon Jones: Ärgert euch über Reyes‘ Konditionstrainer, nicht über die Punktrichter.

Jon Jones (Foto: instagram.com/jonnybones)

Wer hat den Hauptkampf von UFC 247 gewonnen? Für die Punktrichter eine einstimmige Angelegenheit: Jon Jones. Auch der Champion selbst stimmt dem zu. Und legt noch einmal nach. Leute, die sich über das Urteil ärgern, sollen ihre Kritik an Reyes Konditionstrainer richten, nicht die Punktrichter.

Auf Twitter begann er seine kurze Tirade damit, dass er ein Video der zweiten Runde zeigte, in der er kurzzeitig von Reyes durch den Käfig gescheucht wurde, dabei jedoch keine harten Treffer einstecken musste. Jones forderte, dass seine defensive Leistung ebenfalls gewürdigt werden solle.

„Dominic hat buchstäblich nur zwölf Treffer mehr als ich gelandet, ich hatte Takedowns, war der Aggressor, habe das Octagon in jeder Runde kontrolliert, hatte mehr Wirkungstreffer…Dom hat in den Championship-Runden komplett mit dem Kämpfen aufgehört und wagt es nun, sich über die Punktrichter aufzuregen“, so Jones weiter.

Reyes hatte auf den Zetteln der Punktrichter einstimmig verloren. Die erste Runde wurde noch einstimmig für ihn gewertet, die beiden Runden danach nur noch von einem der drei Punktrichter, die letzten beiden gingen geschlossen an Jones. Kritik wurde vor allem bei der Bewertung der zweiten und der dritten Runde laut.

 „Ärgert euch nicht über die Punktrichter, ärgert euch über Doms Konditionstrainer“, schob Jones nach. „Der Mann hat aufgegeben, als es ins tiefe Wasser ging und macht nun die Interview-Runde mit der Aussage, er wäre bestohlen worden. Wann übernehmen diese jungen Typen endlich Verantwortung? Das ist das, was bei ihnen falsch läuft.

Die Statistiken von FightMetric, auf die sich auch Jones beruft, zeigen jedoch, dass Reyes in den ersten Runden mehr Treffer setzen konnte. Erst in den letzten beiden konnte Jones die Kontrolle übernehmen, als Reyes Kondition sichtlich nachließ. Die Kritik richtet sich jedoch nicht an die Wertung der letzten, sondern an die Wertung der ersten Runden.

„Immer, wenn ich einen engen Kampf hinter mir habe, sagt jeder, ich hätte verloren. Ich liebe es. Das scheint bei mir dazuzugehören“, so Jones weiter. „Schlussendlich war ich Teil eines weiteren Klassikers. Ich grinse von Ohr zu Ohr. Mit solchen Kämpfen fühle ich mich lebendig, ich fühle mich wie ein Mann. Vor allem, wenn man gezeigt hat, was für Eier man hat. Nur der Sieg. Und ich weiß, dass sich meine Hater aufregen, das macht mich ebenfalls froh“, so Jones weiter.