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Johny Hendricks zu GSP: „Bleib weg“

Bekommt Johny Hendricks doch noch seine Revanche gegen Georges St-Pierre? (Foto: Florian Sädler)

Das Octagon der UFC verließ Georges St-Pierre zum letzten Mal vor fast drei Jahren, mit einem knappen Punktsieg gegen Johny Hendricks in der Tasche. Seitdem hat „GSP“ seinen Gürtel niedergelegt und dem MMA-Sport den Rücken gekehrt. Anfang der Woche dann die Überraschung: Der langjährige Weltergewichtschampion will zurück in den Käfig.

Wird der lange geforderte Rückkampf zwischen St-Pierre und seinem letzten Gegner damit Realität? Der Hauptkampf von UFC 167 hatte die MMA-Welt seinerzeit in zwei Lager gespalten: Während die einen dem Weltmeister einen hauchdünnen Vorsprung auf den Punktzetteln gaben, waren die anderen überzeugt davon, dass Hendricks von den Punktrichtern betrogen wurde und forderten ein zweites Duell der beiden.

Zu letzterer Gruppe gehört, wenig verwunderlich, auch "Big Rigg" selbst: „Ja, ich wäre interessiert (an einem zweiten Kampf)“, so Hendricks zu den Kollegen vom Fight Network. „Vielleicht sogar im Mittelgewicht. Das würde heißen, dass ich stärker wäre und mehr essen könnte. Das wäre super.“

Hendricks, der nach St-Pierres Rücktritt zeitweilig dessen vakantierten Gürtel hielt, ist auch fast drei Jahre später noch überzeugt, dass er ihr Duell gewonnen hat: „Auch im Rückblick gebe ich ihm nur eine (Runde) zu vieren. (Vielleicht) gebe ich ihm sogar zwei zu dreien, und damit bin ich schon großzügig.“

Auch, wenn Hendricks die Chance auf Revanche scheinbar gutheißen würde – aktuell ist „Big Rigg“ auf seine nächste Aufgabe konzentriert, und die kommt in Form von Kelvin Gastelum auf einer der größten Bühnen, die das Octagon je gesehen hat: Bei UFC 200 am 9. Juli in Las Vegas stehen so viele Stars auf dem Programm, dass selbst Ex-Champion Hendricks sich auf dem Vorprogramm wiederfindet.

Vielleicht aber gar keine so schlechte Position, um sich ohne Druck und zahllose Pressetermine darauf konzentrieren zu können, nach der harten T.K.o.-Niederlage gegen Stephen Thompson im Februar wieder einen Sieg einzufahren.

Auch das Comeback St-Pierres wird an diesem Fokus nichts ändern: „Ich denke nicht wirklich über ihn nach (…)“, stellt Hendricks klar. „Das ist schon so oft in meiner Karriere passiert, dass ich so fokussiert auf eine Sache war und plötzlich in etwas ganz anderes hineingezogen wurde.“

Eine Meinung zum Karriereneustart seines Ex-Kontrahenten hat Hendricks allerdings schon, und die ist simpel: Die Rückkehr ins Octagon ist keine gute Idee.

„Ich habe GSP in allen meinen Interviews gesagt, dass ich riesigen Respekt für ihn habe – für das, was er erreicht hat“, so Hendricks. „Lass (diese Leistungen) doch einfach so stehen, verstehst du? Bleib weg. Es gibt keinen Grund, zurückzukommen.“

Wie viele andere Fans und Kämpfer sieht auch Hendricks die Gefahr darin, dass nach drei Jahren Abstinenz eine Handvoll Niederlagen das eigentlich schon abgeschlossene Vermächtnis des Kanadiers langfristig beschädigen könnten: „Lass alle in Erinnerung behalten, wer du warst. Nicht, wer du vielleicht wirst.“

„Wenn er zurückkommt und, sagen wir, gegen (Michael) Bisping kämpft und zerstört wird, dann wird die jüngere Generation GSP als das sehen. Nicht als das, was jeder über ihn erzählt hat.“