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John Kavanagh: Ich kann Khabib verstehen, nicht seine Kollegen

John Kavanagh

Seit UFC 229 ist die Welt voll von Bildern und Meinungen zu den Tumulten um Khabib Nurmagomedov. Einer, der mittendrin war, ist Conor McGregors Trainer John Kavanagh. Der Ire war nun bei Joe Rogan zu Gast und hofft auf die Milde der NSAC.

„Ich hoffe, er wird nicht hart bestraft“, sagte McGregors Cheftrainer bei Joe Rogan. „Nicht nur, damit wir einen Rückkampf bekommen. Ich sehe ihm einfach gerne beim Kämpfen zu. Ich kann Khabibs Reaktion verstehen, wenn ich mich ein wenig strecke. Ich kann nicht mal ansatzweise die Reaktion seiner Teamkollegen verstehen. Für Khabib wird es nicht das Ende der Welt sein.“

Kavanagh war mittendrin in den Tumulten, schließlich sprang Nurmagomedov über den Zaun, um McGregors Grappling-Coach Dillon Danis zu attackieren. Warum, das weiß Kavanagh bis heute nicht, jedenfalls soll sich Danis während des Kampfes nicht groß eingemischt haben.

„Dillon hat eigentlich nichts gesagt. Ich stand neben ihm. Keine Ahnung, was er gemacht hat, das konnte ich nicht sehen, aber ich habe ihn gehört und er hat nichts gesagt. Ich habe es mir nochmal angeschaut und Dillon hat vielleicht irgendeine Geste gezeigt, dummes Zeug nach einem Kampf. Aber es hat auf jeden Fall nicht diese Reaktion legitimiert. Vielleicht gab es im Vorfeld einen Vorfall, Dillon macht online ja gerne mal Ärger.“

Überhaupt hat der Coach mit dem Verhalten des Dagestaners kein Problem. Die Teamkollegen Nurmagomedovs hingegen, Islam Makhachev und Zubaira Tukhugov, sollten jedoch mit Konsequenzen rechnen, wenn es nach dem Iren geht.

„Wie gesagt, wenn Khabib das isoliert macht, wäre es kein Problem gewesen. Er hat Dillon nicht mal richtig erwischt. Ein wenig Zerren und Schubsen, wen juckts? Aber das ein Typ, auch noch ein trainierter Fighter, ohne Handschuhe von hinten ankommt und jemanden schlägt, der schon müde ist, der schon ein paar Runden und ein paar Treffer im Kampf hinter sich hat, dafür muss es Konsequenzen geben. Da muss ein Exempel statuiert werden, das ist kriminell. Das ist Körperverletzung.“

Ansonsten geht für das irische Lager der Blick zurück aufs Sportliche. McGregor soll bereits nach einem Rückkampf gefragt haben und auch Kavanagh, der dann eine offensivere Strategie trainieren würde, sieht die Chancen auf weitere Runden gegen Nurmagomedov nicht schlecht:

„Das ist das, was ich von Conor höre. Ich verstehe, dass Tony Ferguson sich den Titelkampf verdient hat, aber ich verstehe auch, dass es ein Geschäft ist. Ein Rückkampf zwischen Conor und Khabib wäre ein riesiger Fight.“