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Joanna Jedrzejczyk verteidigt UFC-Gehälter

Joanna Jedrzejczyk (Foto: Dorian Szücs)

Neben der Kampfsportkarriere einem normalen Job nachgehen zu müssen, ist für Kämpfer keine Seltenheit. Auch in der UFC, der weltweit größten MMA-Organisation, gibt es einige Athleten, die neben dem Kämpfen einen Beruf ausüben müssen. Kein Wunder, dass die Bezahlung der UFC aus verschiedenen Lagern immer wieder kritisiert wird. Nun meldete sich UFC-Championesse Joanna Jedrzejczyk zu diesem Thema zu Wort.

„Ich höre Leute sagen, dass Dana White und Lorenzo Fertitta die Kämpfer besser bezahlen sollten, aber sie haben keine Ahnung, wovon sie reden“, sagte die polnische Muay-Thai-Maschine gegenüber Yahoo Sports. „(Die UFC) kümmert sich sehr gut um uns. Um uns alle, versteht ihr? Die Fans wissen überhaupt nicht, was (hinter den Kulissen) wirklich passiert.“

Neben den Kampfgagen, die zum Teil von den Sportkommissionen öffentlich gemacht werden, haben die Kämpfer in der UFC auch die Möglichkeit, sich mit besonderen Leistungen einen von vier  auf 50.000 US-Dollar dotierten Bonusawards dazuzuverdienen. Darüber hinaus erhalten manche Kämpfer Anteile an den PPV-Verkäufen. Außerdem werden Athleten zum Teil mit einem „Locker Room Bonus“ belohnt, der weitaus höher als die eigentliche Kampfgage ausfallen kann.

„Es gibt so viele Möglichkeiten für alle Kämpfer“, so Jedrzejczyk. „Das ist der Unterschied. Du machst deine Arbeit, und sie kümmern sich um dich. Im Muay Thai haben die Frauen nicht das gleiche Geld wie die Männer verdient, obwohl sie den gleichen Job gemacht haben. Aber in der UFC kann jeder gutes Geld verdienen, Männer und Frauen. Wenn du 100 Prozent für die UFC gibst, bekommst du 200 Prozent zurück.“

Jedrzejczyk konnte vor ihrem Vollzeit-Wechsel zum MMA-Sport zahlreiche Europa- und Weltmeisterschaften im Muay Thai und Kickboxen gewinnen. Finanziell ging es ihr zu dieser Zeit aber alles andere als gut: „Ich erinnere mich daran, als ich nur fünf Euro in meiner Tasche hatte und ich ein Ticket für die U-Bahn benötigte, um zum Training fahren zu können. Aber ich wusste nicht was ich machen sollte. Brot oder ein Ticket kaufen? Es ging nur eins.“

Als UFC-Championesse könne sich die 28-Jährige mittlerweile alles leisten, was sie will. Auf Luxusgüter verzichte sie jedoch größtenteils. Lediglich Schuhe haben es ihr angetan, wie man regelmäßig in sozialen Netzwerken zu sehen bekommt. Den Großteil ihres Geldes spart Jedrzejczyk aber für die Zukunft. „Man muss gescheit (mit dem Geld) umgehen“, so Jedrzejczyk.