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Joanna Jedrzejczyk: Habe mir den Titelkampf verdient!

Joanna Jedrzejczyk (Foto: Nazariy Kryvosheyev/GNP1.de)

In der Nacht zum Sonntag kann aus Joanna Jedrzejczyk wieder „Joanna Champion“ werden. Dann trifft die Polin in Toronto bei UFC 231 auf Valentina Shevchenko und kämpft um den vakanten Titel im Fliegengewicht. Die 31-Jährige kann die Kritik ihrer UFC-Kolleginnen an der Ansetzung nicht nachvollziehen.

„Um ehrlich zu sein tut es mir leid“, sagte Jedrzejczyk. „Aber viele Kämpfer sehen bereits den UFC-Vertrag als Ziel an, dass sie erreichen wollen. Sie fühlen sich dann schon als Sieger. Aber der harte Teil der Arbeit beginnt dann erst. Man muss ständig arbeiten. Es geht nicht nur darum, der beste Athlet zu sein. Auch ja, aber die Leute müssen auch Interesse am Charakter und Charisma haben, um ehrlich zu sein. Die Leute scheinen mich zu mögen und sie wollen den Kampf gegen Valentina sehen. Sie haben mit als Herausforderer auf diesen Titel gesehen und so passiert das eben. Ich habe mir die Titelchance verdient. Ich habe es mir verdient. Wer der nächste sein wird, weiß ich nicht, aber wenn man hart genug arbeitet, wird man auch an Punkt kommen, an dem ich jetzt stehe.“

Die Polin bestreitet gegen Shevchenko ihren ersten Kampf im UFC-Fliegengewicht. Die Polin begann ihre Karriere als Fliegengewicht, wechselte aber mit dem ersten UFC-Kampf ins Strohgewicht und wurde dort schnell zur UFC-Championesse. Fast hätte sie Ronda Rouseys Rekord für Titelverteidigungen gebrochen, bis ihr Rose Namajunas dazwischen kam und Jedrzejczyk gleich zwei Mal besiegte. Nun will die Polin in der nächsten Gewichtsklasse den Titel holen, anschließend steht aber wieder das Strohgewicht auf dem Programm. Jedrzejczyk möchte beide Titel halten und auch regelmäßig verteidigen. Probleme sieht sie darin nicht.

„Ich war fast drei Jahre lang der Champion und habe den Titel sehr oft verteidigt“, so Jedrzejczyk weiter. „Ich bin eine sehr aktive Kämpferin. Dass jemand zehn oder zwölf Monate auf mich warten muss, ist keine Option. Auf keinen Fall. Ich kann schon nächste Woche wieder kämpfen, es spielt keien Rolle.“

Auch wenn Jedrzejczyk nicht den Rousey-Rekord für Titelverteidigungen einstellen konnte, wird sie „Rowdy“ am Samstag in einer anderen Statistik überholen, nämlich den meisten UFC-Titelkämpfen einer Frau mit neun. Für Jedrzejczyk ein weiteres Zeichen, dass sie neben Cris Cyborg und Ronda Rousey in den weiblichen MMA-Olymp gehört. Vergleiche möchte sie aber nicht anstellen.

„Wir sind alle verschieden“, so Rousey weiter. „Wir haben alle sehr viel für den Sport getan und haben eine Mission in unserem Leben. Jede Mission ist einzigartig und da gibt es kein besser oder schlechter. Meine Mission ist anders als die von Ronda und Cris, das hier ist das, was mir wichtig ist. Aber ich habe nichts Anderes als Respekt für die anderen Mädchen.“

Bei UFC 231 (ab 4 Uhr live auf DAZN und UFC.tv) kann Joanna Jedrzejczyk als Frau, die zwei UFC-Titel gewonnen hat, weiter UFC-Geschichte schreiben, wenn sie im vierten Aufeinandertreffen mit Valentina Shevchenko den ersten Sieg für sich verbucht.