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Jessin Ayari: „Die Deutschen sind in der UFC nicht mehr nur Lückenfüller“

Jessin Ayari (Foto: Dorian Szücs)

Auch wenn sich Jessin Ayari kurzfristig auf einen neuen Gegner einstellen musste, ging er abgeklärt und selbstbewusst in seinen allerersten UFC-Kampf. Dabei war es lange unklar, ob er für UFC Hamburg überhaupt startklar sein würde.

„Ich hatte vor fünf oder sechs Wochen eine Schleimbeutelentzündung“, sagte Ayari nach seinem Sieg gegen Jim Wallhead. „Das war eine ziemlich krasse Sache. Ich konnte meinen Arm nicht bewegen, habe dann zwei, drei Tage Pause gemacht, dann wieder trainiert. Das ging zwei Tage, aber dann ist der Arm wieder aufgegangen. Und da hat sich alles entzündet. Ich hatte richtig Probleme, hatte Schmerzen und habe Fieber bekommen. Ich habe in meiner Vorbereitung kein einziges Sparring gemacht. Aber Hamburg habe ich einfach so sehr im Kopf gehabt. Ich musste einfach kämpfen. Das war auch nicht sicher. Vor drei Tagen habe ich noch die Nähte selber rausgemacht. Es war wirklich knapp alles.“

Ursprünglich hätte Ayari in Hamburg auf Emil Weber Meek treffen sollen, der vor wenigen Wochen noch überraschend Rousimar Palhares K.o. schlagen konnte. Da Meek im Rahmen einer medizinischen Behandlung aber möglicherweise gegen die Anti-Doping-Richtlinien der UFC verstoßen haben könnte, wurde er vom Programm gestrichen und durch UFC-Newcomer „Judo“ Jim Wallhead ersetzt. Gegen den Veteranen konnte sich Ayari am Ende nach drei Runden einen einstimmigen Punktsieg sichern.

„Wir messen uns mit den besten Kämpfern der Welt“, so Ayari weiter. „Das ist kein Spaß. Also für mich ist es natürlich Spaß. Ich habe gegen Jimmy Wallhead gekämpft, der ist glaube ich in der Top 10 in Europa. Peter (Sobotta) hat gegen einen Top-10-Typen gekämpft. Und wir haben gewonnen. Wir Deutschen sind nicht mehr wie noch vor fünf, sechs Jahren nur Lückenfüller, wir kommen jetzt hoch. Ich bin erst am Anfang. Es geht erst los.“

Das komplette Interview gibt es hier: