UFC News

James Krause beklagt Interessenskonflikt bei UFC-247-Punktrichter

James Krause (Foto: Tobias Bunnenberg/GNP1.de)

Die Kontroversen um die Punktrichter von UFC 247 in Texas und insbesondere Joe Soliz gehen weiter. Der Punktrichter, der im Verlauf des Abends gleich drei fragwürdige Wertungen abgegeben hatte, muss sich nun neue Vorwürfe gefallen lassen. Wie nämlich Tage nach der Veranstaltung herauskam, hat Soliz eine Verbindung zu einem der Kämpfer, der von seiner Wertung profitiert hat: Trevin Giles.

Wie das kanadische Portal TSN berichtet, haben sowohl Punktrichter Soliz als auch der UFC-Kämpfer Trevin Giles ihren schwarzen Gürtel im BJJ vom gleichen Trainer erhalten: Eric Williams. Zudem hat das Portal herausgefunden, dass Giles und Soliz auf Facebook miteinander befreundet sind. Soliz wehrt sich jedoch gegen etwaige Vorwürfe und beteuert, dass er seit acht Jahren kaum noch Kontakt zum entsprechenden Gym habe, diese Version wird von Williams gestützt. Er sagt, das letzte Mal vor zwei Jahren mit Soliz gesprochen zu haben.

Nicht genug für James Krause. Der Amerikaner hatte der UFC bereits einen großen Gefallen getan, als er nur 18 Stunden vor dem Kampf bei UFC 247 für den verletzten Antonio Arroyo einsprang und gegen Giles antrat, der in Texas Heimvorteil genoss. Nach einem abwechslungsreichen Kampf ging Giles knapp nach Punkten als Sieger hervor, beide nahmen den Bonus für den Kampf des Abends mit nach Hause. Soliz wertete dabei als einziger die erste Runde für Giles. Nun wollen Krause und sein Management das Urteil anfechten.

„Wenn das nicht das Frustrierendste auf der Welt ist, dann weiß ich auch nicht mehr“, schrieb Krause auf Instagram. „Wie kann das kein Interessenkonflikt sein, wenn man über zehn Jahre lang in einem Gym trainiert und vom Coach der Ecke meines Gegners seinen schwarzen Gürtel bekommen hat? Ich bin nicht sauer, dass ich den Kampf verloren habe, es war eng. Die erste war meine, die zweite seine, die dritte ein Münzwurf. Aber die dritte Runde ging auf zwei Zetteln an mich. Es geht um Runde 1, die für ihn gewertet wurde. Nach einem Takedown und fast vier Minuten Kontrolle von seinem Rücken aus, vom fast durchgezogenen Rear-Naked Choke ganz zu schweigen, weiß ich einfach nicht, wie man ihm diese Runde geben kann.“

„Dieser Sport ist lange genug dabei, um nun auch einmal Dinge zu verändern. Ich weiß, dass die Kommission in Texas nicht das Geringste mit meinem Kampf tun wird. Das machen sie nie, aber ich hoffe, dass die UFC, Dana White und die Kommissionen zusammenkommen können und ein Wertungssystem für unseren Sport entwickeln, nicht für das Boxen, und das die Leute, die diesen Job machen, auch Verantwortung übernehmen. Es ist eine Schande für den Sport. Es geht nicht nur um meinen Kampf, sondern um zahlreiche Beispiele von Inkompetenz des gleichen Punktrichters. Ich bin fast zu frustriert, mir den Text noch einmal durchzulesen und erinnere mich gerade daran, dass ich meine halbe Gage wegen dieses Typen verloren habe.“

Joe Soliz hatte bei UFC 247 nicht nur das Duell zwischen Giles und Krause für Giles gewertet, sondern auch alle drei Runden an Andre Ewell im Vorkampf gegen Jonathan Martinez gegeben und im Hauptkampf zwischen Jon Jones und Dominick Reyes die ominöse Wertung von 49 zu 46 Punkten für Jones eingereicht.