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Jacaré will „Hühnchen“ St. Pierre das Genick brechen

Was muss Ronaldo Souza noch für einen Titelkampf tun? (Foto: Tobias Bunnenberg/GNP1.de)

Seit Michael Bisping bei UFC 199 Luke Rockhold entthronte, ist die Ordnung an der Spitze des Mittelgewichts dem Chaos gewichen. Dan Henderson oder Georges St. Pierre scheinen derzeit die aussichtsreichsten Anwärter auf den nächsten Titelkampf zu sein. Geht es nach Ronaldo Souza, muss der kommende Herausforderer allerdings „Jacaré“ heißen.

Keiner hat einen Titelkampf mehr verdient, als ich! Ich warte momentan nur auf den Anruf der UFC. Ich glaube, dass die UFC den Titelkampf nach Leistung vergibt und dann kann es kein anderer werden. Ich warte auf das Datum. Dann beginne ich mein Trainingslager. Ich bin gesünder und physisch besser als jeder andere der Gewichtsklasse,“ poltert Souza gegenüber MMAFighting.com.

Bereits seit längerem werden Stimmen laut, die den Brasilianer in einem Titelkampf sehen wollen. Konkurrenz bekommt Souza dabei nicht nur von den Ex-Champions Anderson Silva, Chris Weidman und Luke Rockhold, sondern auch von Altmeister Dan Henderson. Das scheint Souza ganz besonders auf die Palme zu treiben.

„Dan Henderson ist mir egal. Wenn er vor dem Ende seiner Karriere noch einen Titelkampf bekommt, wundervoll. Aber sicherlich nicht vor mir, er muss ihn sich verdienen! Er muss einen Top-Kämpfer der Gewichtsklasse schlagen, wenn er gegen Bisping kämpfen will. Es ist respektlos gegenüber dem Champion Bisping und dem nächsten Herausforderer, mir.“

Aber nicht nur Hendersons Titelambitionen werden von „Jacaré“ mit Missachtung gestraft. Auch die Comeback-Gerüchte um Georges St. Pierre, vor allem in Bezug auf einen sofortigen Titelkampf im Mittelgewicht, sorgen für Ärger beim 36-Jährigen:

„St. Pierre hat nie im Mittelgewicht gekämpft. Was will er hier? Wenn ich ihn in die Finger kriege, breche ich ihm das Genick, wie bei einem Hühnchen. Er ist zurückgetreten und will einen Titelkampf in einer Gewichtsklasse, in der er noch nie gekämpft hat? Er ist vor Anderson Silva weg gerannt, vor den 185ern weg gerannt und jetzt will er den Gürtel? Für GSP würde ich sogar auf den Titelkampf verzichten, wenn er hochkommt. Ich breche ihm das Genick!“

Der Brasilianer konnte in seinem letzten Auftritt bei UFC 198 in Brasilien Vitor Belfort ausknocken und unterzog sich anschließend einer Operation am Knie. Zuvor war Souza auf dem besten Weg in einen UFC-Titelkampf, bis Yoel Romero seine Serie von acht Siegen, fünf davon in der UFC, durch einen geteilten Punktentscheid beendete. Allerdings sehr kontrovers.

Zum einen gilt das Urteil als Fehlentscheidung, zum anderen wurde Romero einen Monat nach dem Kampf positiv auf das Wachstumshormon Ibutamoren getestet. Der Kubaner entging einer längeren Sperre, nachdem er beweisen konnte, dass er ein erlaubtes Supplement verwendet hatte, dass mit Ibutamoren versetzt war, dies allerdings nirgends angegeben war. 

Nun ist der Brasilianer wieder fit und motiviert, wie nie: „Ich bin bereit zu kämpfen und PPVs zu verkaufen!