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Jacare über Bisping vs. GSP: „Den Scheiß schau ich mir nicht an!“

Ronaldo Souza (Foto: Tobias Bunnenberg/GNP1.de)

Ronaldo Souza ist sauer. Der Brasilianer, der bis auf eine knappe Punktniederlage gegen Yoel Romero jeden seiner Gegner in der UFC besiegen konnte, ist vor allem über den kommenden Titelkampf zwischen Michael Bisping und Georges St. Pierre verärgert. Bei einem Pressetermin in Brasilien machte er seinem Ärger Luft.

„Ich hoffe, es gibt einen Doppel-Knockout bei Bisping gegen St. Pierre! Die beiden sollen sich f**ken, Mann. So sieht’s aus,“ gab Souza zu Protokoll. „Der Kampf interessiert mich nicht. Das ist das gleiche wie beim Kampf von Bisping und Dan Henderson. Das hat mich auch nicht interessiert. Den Scheiß schaue ich mir nicht an.“

Souza reagierte damit auf die Ansetzung zwischen dem MMA-Rentner Georges St. Pierre und Weltmeister Michael Bisping. Der Brasilianer stand Ende 2015 kurz vor einem Titelkampf, unterlag aber Yoel Romero bei UFC 194. Im Nachgang erhielt aber auch Romero keine Chance auf den Titel, sondern ex-Champion Chris Weidman. Nachdem dieser sich in der Vorbereitung verletzte, sprang Michael Bisping ein und knockte Luke Rockhold aus.

Seitdem scheint es im Titelrennen im Mittelgewicht immer weniger um Sport zu gehen. Bispings erste Titelverteidigung erfolgte gegen Dan Henderson, damals gerade so in der UFC-Rangliste, aufgrund eines früheren Aufeinandertreffens bei UFC 100. Nun bekommt Georges St. Pierre frisch aus der MMA-Rente die Chance in einer neuen Gewichtsklasse. Am kanadischen Altmeister lässt Souza ebenso kein gutes Haar.

„Ich ärgere mich nicht über den Kampf. Wer gegen wen kämpft, ist mir egal. Aber St. Pierre hat nie bei 185 Pfund gekämpft, er hat immer gesagt, er ist zu klein für die Gewichtsklasse. Er hatte immer Angst vor Anderson Silva, jeder weiß das. Und jetzt ist er zurück und kämpft in dieser Gewichtsklasse. Wenn man den Gürtel will, soll man ihn sich verdienen. Kämpfe gegen mich, kämpfe gegen Yoel, danach von mir aus gegen Bisping. Aber nein, es geht sofort um den Titel. Das ist einfach komisch und vor allem schlecht fürs Mittelgewicht, weil alle mit diesem Mist unzufrieden sind.“

Auf die Nachfrage, ob Souza als Ersatz einspringen würde, falls sich einer der beiden verletzt, hatte „Jacaré“ bereits die Absage parat: „Ich bin der Champion, ich wurde nicht dafür geboren, für jemanden die zweite Wahl zu sein. Sie können mich ruhig anrufen, ich bleibe zuhause.“

Ronaldo Souza kämpft als nächstes bei UFC on FOX 24 am 15. April gegen Robert Whitaker. Zuletzt gewann er scheinbar mühelos bei UFC 208 gegen Tim Boetsch.