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Ist Tim Means unschuldig?

Vielleicht sehen wir Tim Means eher früher als später zurück im Octagon (Foto: Florian Sädler).

Als Anfang Februar bekannt wurde, dass UFC-Weltergewicht Tim Means möglicherweise einen positiven Dopingtest abgegeben hatte, hielt sich der Aufschrei in Grenzen. Nur der nächste in einer langen Reihe Betrüger, war die erste Reaktion vieler Fans. Jetzt stellt sich heraus: Möglicherweise hat „Dirty Bird“ gar kein Dreck am Stecken.

Nahrungsergänzungsmittel mit mehr Inhaltsstoffen als angegeben stehen seit jeher ganz oben auf der Liste der Gründe, wenn das Ergebnis des eigenen Dopingtests positiv zurückkommt. Tim Means führte ein solches trotzdem als Begründung ins Feld, als er im Februar – wenige Tage vor seinem UFC-Hauptkampf gegen Donald Cerrone – wegen eines möglicherweise positiven Testergebnisses suspendiert wurde. Von Ostarin, der fraglichen Substanz, habe er „noch nie gehört“, behauptete Means auf seiner Twitter-Seite.

Wer „Dirty Bird“ seitdem als Betrüger abgestempelt hat, wird seine Meinung möglicherweise revidieren müssen. Wie Bloodyelbow.com berichtet, hat eine Probe des fraglichen Supplements angeblich ergeben, dass darin tatsächlich Ostarin enthalten war.

„Wenn man sich meine Geschichte anschaut, dann sieht man, dass ich für meine Fehltritte geradestehe“, hatte Means sich nach Bekanntwerden des vorläufigen Testergebnisses gegenüber MMAFighting.com gerechtfertigt. „Ich habe in meiner Vergangenheit Fehler mit Drogenbesitz und Drogenmissbrauch gemacht und die Konsequenzen akzeptiert (…). Ich habe kein Problem damit, meine Fehler einzugestehen, und das hier ist keiner meiner Fehler.“

Die UFC bietet ihren Sportlern an, Nahrungsergänzungsmittel auf verbotene Substanzen zu kontrollieren. Laut Means wird er ab sofort trotzdem auf Supplements verzichten. Sollte ein solches tatsächlich den positiven Test herbeigeführt haben, wird seine 2-Jahres-Sperre aller Voraussicht nach verkürzt werden.