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Ist José Aldos Rippe doch gebrochen?

José Aldo (Foto: Tobias Bunnenberg/GNP1.de)

Tag fünf der Posse um die Rippenverletzung von José Aldo. Am Dienstag sickerte durch, dass sich Federgewichtschampion José Aldo im Training eine Rippe verletzte habe, der Kampf gegen Conor McGregor am 11. Juli in Gefahr sei (GNP1.de berichtete). Zwei Tage später kam die Entwarnung, die Rippe sei nur geprellt, Aldo könne antreten (GNP1.de berichtete). Wieder zwei Tage später herrscht nun erneut Unklarheit. Laut Aldos Trainer Andre Pederneiras widersprechen sich die ärztlichen Befunde aus Brasilien und den USA.

Im Rahmen der gestrigen Shooto-Brazil-Veranstaltung wurde Aldos Trainer Andre Pederneiras natürlich auf die Verletzung seines Schützlings angesprochen. „Es gibt medizinische Berichte hier und eine Beurteilung dort. Ich bin kein Arzt und habe keine Ahnung, was nun stimmt. Ich weiß, dass er verletzt ist und die Rippenverletzung schmerzhaft ist. Er nimmt jede Menge entzündungshemmende Medikamente und wir müssen abwarten, ob es besser wird. Noch steht der Kampf. Nächste Woche sind wir schlauer.”

Nach einer von brasilianischen Ärzten ursprünglich als Bruch deklarierten Rippenverletzung wurde diese von amerikanischen Kollegen anschließend zu einer Prellung herunter gestuft. Zwar wird Aldo mit Stammzellen behandelt, um die Entzündung und die Schmerzen zu bekämpfen, ob der Kampf tatsächlich stattfindet, steht noch in den Sternen. „Momentan darf er gar nicht trainieren. Wenn er sich bewegt, wird die Verletzung nicht verheilen, also muss er sich ausruhen. Er ist an Schmerzen gewohnt, aber die Rippe tut höllisch weh. Er hat sich gegen Chan Sung Jung den Fuß gebrochen und weiter gekämpft, aber wir werden ihn nur dann kämpfen lassen, wenn er sich gut fühlt.”

Eine Aussage, die die UFC nicht erfreuen wird. Schließlich ist deren komplette Werbung für den UFC-189-PPV auf das Duell zwischen Conor McGregor und Jose Aldo zugeschnitten. Allerdings habe die UFC keinen Druck auf Aldos Camp ausgeübt, den Kampf trotz Verletzung zu bestreiten. Sollte Aldo kommende Woche entweder keine ärztliche Freigabe erhalten oder keine Möglichkeit sehen, sich auf das Kampfgewicht herunter zu trainieren, steht mit Chad Mendes jedoch bereits ein Ersatzkämpfer parat, um Conor McGregor einen Interimstitel streitig zu machen. Nicht zur Freude von "Dede" Pederneiras.

„Die UFC ist ein Unternehmen und sie entscheiden, was am besten für sie ist. Aldo hat im Oktober gekämpft, das ist neun Monate her. Die meisten verletzten Champions waren noch länger außer Gefecht und die UFC hat keinen Interimstitel eingeführt. Ich finde es nicht gut, aber wie gesagt, die UFC ist ein Unternehmen.”