UFC News

Israel Adesanya: Wenn Yoel das Gewicht nicht bringt, suche ich mir einen Ersatz

Israel Adesanya (Foto: ZUFFA LLC)

Am 7. März soll Israel Adesanya seinen Titel im UFC-Mittelgewicht zum ersten Mal verteidigen, wenn er auf Yoel Romero trifft. Der Nigerianer hat sich fest vorgenommen, das Mittelgewicht mit mehreren Titelverteidigungen zu bestimmen. Dafür müssen jedoch auch seine Kontrahenten mitspielen und vor allem auf der Waage eine gute Figur machen.

Denn Adesanya will als Champion nicht einfach nur weiter Kämpfe gewinnen, sondern auch den Titel richtig verteidigen und das geht nur, wenn der Herausforderer auch Gewicht macht. Etwas, mit dem Romero in der Vergangenheit so seine Schwierigkeit hatte.

„Wenn er es nicht schafft, will ich 80 Prozent seines Schecks“, sagte Adesanya auf einer Pressekonferenz in Neuseeland. „Das würde mich wirklich sehr nerven. Der Kampf würde nicht mit einem roten Rubin auf meinem Gürtel verewigt, wenn er kein Gewicht macht. Dann bekommt vielleicht jemand anderes die Chance. Ich suche mir vielleicht einen Ersatz. Wenn er das Gewicht nicht bringt, fordere ich vielleicht Jared Cannonier oder Darren Till, falls sie es schaffen, auf.“

Falls sie es schaffen, ist dabei der richtige Einwand. Cannonier und Till sollten gerüchteweise bei UFC 248 im März aufeinandertreffen, doch Till konnte sich erst nicht mit der UFC vertraglich einigen, dann gab es Probleme mit dem Visum. Vor einer Woche sagte Cannonier mit einer Verletzung im Brustmuskel das Duell gegen Till endgültig ab.

Adesanya hatte sich zuvor Yoel Romero als ersten Herausforderer ausgesucht, da der Kubaner das „Schreckgespenst“ der Gewichtsklasse sei, wie der Champion ihn beschrieb. Das obwohl der Kubaner seinen letzten Kampf gegen Paulo Costa, der verletzungsbedingt noch nicht einsatzfähig ist, und davor auch zwei Titelkämpfe gegen Robert Whittaker verlor. Mittlerweile ist es zwischen Adesanya und Romero auch persönlich geworden, der Champion fühlt sich nicht ausreichend respektiert.

„Er ist hier nicht einmal aufgetaucht“, so Adesanya weiter. „Ich bin den ganzen weiten Weg in die USA geflogen, für einen einzigen Tag. Ich bin aufgetaucht und habe meinen Job gemacht. Er macht sich nicht einmal die Mühe, hierherzufliegen? Das ist respektlos, diese Dreistigkeit.“

Für Adesanya setzt sich dabei ein Bild zusammen. Romero sollte im Februar 2018 gegen Luke Rockhold um den Interims-Titel kämpfen, verpasste das Kampfgewicht aber um fast drei Pfund, bevor er Rockhold K.o. schlug. Auch im Rückkampf gegen Whittaker konnte Romero schon nach der Waage den Titel nicht mehr gewinnen, da er erneut das Kampfgewicht verpasst hatte, wenn auch nur um 0.2 Pfund. Von Adesanya kann Romero kein Entgegenkommen erwarten.

„Dieser Typ respektiert den Sport nicht. Bei seinem letzten Sieg bei UFC 221, Alter, das ist hier Schach- und kein Dame-Spiel, hatte er zwei Stunden, um das Gewicht noch zu schaffen. Er hat sich dagegen entschieden. Warum? Er hat sich entschieden, dass es die Geldstrafe wert ist, sich nicht so hart zu quälen und dann wegen Dehydrierung eventuell nicht kämpfen zu können. So geht er raus, schlägt Rockhold K.o. und bekommt danach trotzdem den Kampf um den Titel. Er sorgt besser dafür, dass das Gewicht passt, denn ich werde bereit sein.“