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„Inhalergate“: Greg Hardy wird Sieg aberkannt

Greg Hardy (Quelle: Zuffa LLC)

UFC Boston hatte einige Höhepunkte zu bieten. Dominick Reyes knockte Chris Weidman in unter zwei Minuten aus, Yair Rodriguez und Jeremy Stephens lieferten sich einen spektakulären Kampf und Maycee Barber reichte mit ihrem T.K.o.-Sieg über Gillian Robertson ihre Bewerbung für einen Titelkampf ein. Für den Moment des Abends sorgte dennoch Greg Hardy. Der ehemalige NFL-Spieler bekam nach der zweiten Runde seines Kampfes gegen Ben Sosoli einen Inhalator gereicht und nahm einen kräftigen Hub. „Inhalergate“ war geboren. Bereits kurz nach der Veranstaltung wurde verkündet, dass diese Aktion aus Hardys Sieg ein „No Contest“ machen würde. Der Amerikaner will dieses Urteil jedoch anfechten.

Zum Einsatz kam ein Asthmamittel, das Greg Hardy laut eigener Aussage jeden Tag benutzt, da er unter Belastungsasthma leidet. Zwar stellt die Einnahme dieses Medikaments keinen Verstoß gegen geltende Doping-Regularien dar, das Verwenden eines Inhalators während eines Kampfes jedoch schon.

Dennoch ist sich Hardy keiner Schuld bewusst. „Ich war im Ring und ich und mein Trainer haben die Verantwortlichen gefragt, ob es in Ordnung ist, meinen Inhalator zu benutzen“, sagte der „Prince of War“ während der anschließenden Pressekonferenz. „Sie haben ja gesagt, also habe ich ihn genommen. Ich bin immer noch neu in diesem Sport. Ich habe das getan, was ich in jeder Situation tue – Ich habe um Erlaubnis gefragt, es wurde mir erlaubt und ich habe das getan, was mir gesagt wurde.“

UFC-Präsident Dana White äußerte sich ebenfalls zu dem Vorfall. Er sieht vor allem Hardys Trainer Din Thomas in der Verantwortung. „Zuerst einmal, Din Thomas, komm schon Din, du bist schon ewig dabei“, so White. „Seine Ecke muss wissen, dass man keinen Inhalator in der Ecke benutzen darf. Sie sollten das wissen. Das sollte nicht einmal zur Debatte stehen.“

Hardys Manager Abraham Kawa ließ gegenüber MMAFighting verlauten, dass sie die Entscheidung anfechten werden. Die Erfolgsaussichten eines solchen Einspruches scheinen bei einem so klaren Regelbruch jedoch eher gering.