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Holm: „Nur Leute, die nicht selbst kämpfen, schimpfen über Conor vs. Floyd!“

Holly Holm (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Nur noch anderthalb Monate bis zum Boxkampf zwischen Floyd Mayweather und UFC-Star Conor McGregor. Zeit für Medien und Experten, ihre Analysen für den bevorstehenden Kampf abzugeben. Die meisten rechnen McGregor nur wenig Chancen aus, wenn überhaupt. Eine, die in beiden Welten unterwegs war, ist Holly Holm. Und die frühere Box-Weltmeisterin sieht den Iren überhaupt nicht chancenlos.

„Ich bin der Typ Kämpfer, der jedem eine Chance gibt“, sagte Holly Holm in der MMA Hour. „Ich habe den Wechsel vom Boxen zum MMA gemacht und ich hatte das Gefühl, ich hätte eine Chance. Und die hatte ich. Ich habe den Wechsel gemacht und habe Dinge erreicht.“

Ein Understatement, schließlich konnte die mehrfache Box-Weltmeisterin vor zwei Jahren auch den UFC-Titel ihrer Sammlung hinzufügen. Zwar geriet sie anschließend etwas ins Straucheln, unterlag aber nur in Titelkämpfen oder Kämpferinnen, die anschließend um den Titel kämpften. Auch wenn sie keine Prognose abgibt, ist sie der Meinung, dass man McGregor nicht abschreiben sollte.

„Mayweather ist nicht ohne Grund ungeschlagen. Aber ich denke trotzdem, dass im Kampf alles passieren kann. Die meisten Boxer kommen nicht mit Mayweathers Geschwindigkeit zurecht. Conor ist nicht nur selbst sehr schnell, er kann auch mit schnellen Gegnern umgehen. Ich denke sein Stil und seine Auslage können für Mayweather tatsächlich eine Herausforderung sein.“

Damit widerspricht sie vielen Experten, die nicht an eine realistische Chance für McGregor glauben, schließlich steht der Ire einem ungeschlagenen früheren Box-Weltmeister gegenüber, der sich schon von anderen Weltklasse-Boxern kaum treffen ließ. Doch bereits Mike Tyson wusste, dass eine Taktik nur bis zum ersten Gegentreffer hält.

„Ich denke, wenn McGregor gewinnt, wird es früh im Kampf sein“, so Holm weiter. „Je länger es geht, desto wahrscheinlicher ist ein Sieg von Mayweather. Aber in einem Kampf kann alles passieren. Ich denke auch nicht, dass es eine Schande für den Box-Sport ist oder sowas. Die Leute, die sich über diesen Kampf das Maul zerreißen, ich kann euch garantieren, dass das Leute sind, die nicht selbst kämpfen.“