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High-Fives im Octagon

Hat jetzt drei Mal in der UFC gewonnen: Nick Hein (Foto: Nazariy Kryvosheyev/GNP1.de).

Der deutsche Nick Hein konnte in Saitama, Japan am 27. September den zweiten Sieg in Folge feiern. Im Kampf gegen den Debütanten Yusuke Kasuya zeigten die beiden Leichtgewichte gegenseitigen Respekt im Käfig – das beeindruckte am Wochenende Zuschauer und Kämpfer.

In einem spannenden Duell musste der „Sergeant“ trotz häufiger „High-Fives“ und gelegentlichem  gegenseitigen Angrinsen hart für seinen Sieg arbeiten (GnP1 berichtete). Beeindruckt von dem zähen Japaner freut sich Hein über die Erfahrung, wie er gegenüber MMAJunkie.com erklärte: „Das Ding ist: Er hat angefangen zu lächeln, als ich ihn geschlagen habe. Als er mich erwischte, dachte ich, das kann ich auch.“

Online mussten die beiden Kämpfer teils Kritik für ihr ungewöhnlich freundliches Verhalten einstecken – Hein selbst spricht von Respekt, der sich im Kampf entwickelt hat. Er freut sich nicht nur über den Sieg und den fairen Sportler, sondern auch darüber, dass mit solchen Gesten dem MMA-Sport in Deutschland geholfen werden kann.

Denn: in  Deutschland ist MMA im Fernsehen immer noch ein politisches Thema. „Mittlerweile gibt es einen Übertragungsdeal, aber trotzdem ist es eine Hilfe, wenn sich die Sportler im Käfig gegenseitig respektieren“, so Hein.

„Ich bin sehr glücklich. Es war ein hartes Stück Arbeit, ich habe ihn nicht so stark erwartet. Allerdings gab er sein Debüt in seiner Heimat, was immer ein bisschen Extra-Energie gibt. Ich konnte meine Strategie durchsetzen und bin jetzt sehr erleichtert und glücklich“, erklärte der  Kölner zum Abschluss.

In dem Herkunftsland seiner Frau begann der deutsche Ex-Polizist und Judo-Champion seine erste Siegesserie, und hat dabei vielleicht auch gleich noch einen Sieg für den MMA-Sport in Deutschland eingefahren.