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Gustafsson: „Wenn ich Smith nicht besiegen kann, bin ich vielleicht nicht mehr gut genug.“

Alexander Gustafsson (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Ein halbes Jahr nach seiner Niederlage gegen Jon Jones wird der Schwede Alexander Gustafsson wieder in den Käfig steigen und bei UFC Stockholm am 1. Juni den Hauptkampf gegen Anthony Smith bestreiten. Keine leichte Aufgabe für den 32-Jährigen, der schon an seine Zukunft im Kampfsport denkt.

„Er schlägt hart zu, hat viel Kampfgeist und viel Erfahrung“, sagte Gustafsson am Montag in einem Interview in der MMA Hour. „Er hat ein gutes Team hinter sich und es wird eine richtige Herausforderung für mich. Deshalb mache ich das, um mich zu testen. Wenn ich ihn schlage, werde ich nur in den Rankings aufsteigen, aber, wenn ich ihn nicht schlagen kann, dann bin ich vielleicht nicht mehr gut genug. Wir werden sehen.“

Sowohl Gustafsson als auch Anthony Smith verloren ihren letzten Kampf gegen Jon Jones. Dabei enden jedoch die Gemeinsamkeiten, denn Smith ging mit Jones über die Distanz, während Gustafsson in der dritten Runde technisch K.o. ging. Nichtsdestotrotz gehen beide mit einer ähnlichen Herangehensweise ins direkte Duell.

„Er ist in Form und er fühlt sich wie ich. Er hat verloren und will der Welt nun zeigen, dass er besser ist als das, was er zeigen konnte. Er will schnell wieder kämpfen und gewinnen. Ich denke, dass er bereit für mich ist und mich schlagen will, ich kann mich also völlig in ihn hineinversetzen. Was seine Leistung angeht, bin ich nicht der Richtige für ein Urteil, ich habe selbst gegen Jon verloren. Er hat viel Herz gezeigt, Schaden genommen und ist einfach weitermarschiert. Er ist ein echter Kämpfer und ich kann es kaum abwarten, ihn hier zu haben und den Fans eine richtig gute Show zu präsentieren.“

Für Gustafsson war der zweite Kampf gegen Jones eine Zäsur. Jahrelang jagte der Schwede dem Halbschwergewichtstitel und dem Rückkampf gegen Jones hinterher. Mit der zweiten Niederlage gegen den Champion haben sich nun die Titelchancen vorerst in Luft aufgelöst, Gustafsson benötigt also neue Ziele für seine Karriere. Soweit denkt er aber noch nicht.

„Ich denke nicht an den Titel. Das habe ich jahrelang gemacht und es war am Ende sehr stressig. Die Gedanken daran waren immer präsent. Ich muss mich jetzt einfach zurücklehnen, den Kampf machen und danach an den nächsten denken, aktiver sein und ein besserer und intelligenterer Kämpfer werden. Ich bin jetzt 32, aber ich halte mich nicht für alt in diesem Sport. Ich habe noch viel vor mir und mein Körper fühlt sich frisch an, ich habe Spaß im Training. Ich nehme jetzt einfach den Kampf in Stockholm, verprügle Anthony Smith und dann sehen wir mal, was der nächste Test mit sich bringt.“

Spaß und weniger Stress sind eine gute Sache, doch der Schwede weiß, dass er in Stockholm unter Druck steht, vor heimischer Kulisse abzuliefern. Doch der „Mauler“ gibt sich siegessicher, immerhin konnte er im Ericsson-Globe bereits Thiago Silva und zuletzt Glover Teixeira besiegen.

„Ich habe noch nie in dieser Halle verloren, ich habe dort immer ein gutes Gefühl. Die Fans werden mich richtig pushen. Ich werde meine Freunde um mich haben, wenn ich trainiere und mich aufwärme. Meine Freunde werden selbst kämpfen und wir motivieren uns gegenseitig. Im Prinzip ziehen die Schweden am 1. Juni gemeinsam in den Krieg und ich kann es nicht abwarten, allen zu beweisen, dass ich besser bin, als in meinem letzten Kampf.“