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GSP: „Motivation ist nicht mehr so groß wie früher.“

Georges St. Pierre (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Kehrt Georges St. Pierre noch einmal in den UFC-Käfig zurück? Der Kanadier, der vor einem Jahr gegen Michael Bisping den UFC-Titel im Mittelgewicht gewann, ist sich nicht sicher. Wie er in einem ESPN-Interview zugab, ist die Motivation für weitere Kämpfe nicht mehr so hoch wie einst.

„Meine Motivation ist nicht mehr dieselbe wie früher“, gab der Kanadier zu. „Ich habe nicht mehr die gleiche Motivation, mich durch die Aufstellung durchzukämpfen, um am Ende einen Titelkampf zu bekommen. Ich bin damit fertig. Ich habe das jahrelang gemacht. Irgendwann erreicht man einen Punkt in seiner Karriere, an dem man anders an die Dinge herangehen will. Der Kampf gegen Michael Bisping war anders, es war ein Superfight. Solche Sachen interessieren mich.“

Der langjährige Champion im Weltergewicht war nach fünf Jahren Auszeit in den Käfig zurückgekehrt und hatte Mittelgewichts-Champion Michael Bisping im vergangenen Jahr entthront. Im Anschluss vakantierte er den Titel wieder, nachdem er sich eine Darmerkrankung als Folge des Masseaufbaus ins Mittelgewicht zuzog.

Diese Erkrankung verschiebt auch mögliche Comeback-Pläne nach hinten, erklärte der Kanadier: „Ich muss erstmal meine Medikamente loswerden. Sobald ich die Dosierung soweit nach unten regulieren kann, dass ich mich wohl fühle, entscheide ich mich. Ich bin im Moment nicht in der Lage, einen Vertrag über einen Kampf zu unterschreiben. Vom Mentalen her, will ich derzeit nicht kämpfen.“

Sollte der Kanadier doch noch einmal das Octagon betreten, könnte der Gegner Khabib Nurmagomedov heißen. Wie St. Pierre angab, ist er derzeit nicht weit davon entfernt, auf 155 Pfund abzukochen. Dann könnte er Nurmagomedov um den Leichtgewichtstitel fordern. Der Dagestaner äußerte nach seinem Sieg im April über Al Iaquinta bereits den Wunsch, sich mit dem Kanadier zu messen.

„Das was mich am meisten elektrisiert, ist, wenn ich der Erste wäre, der eine bestimmte Sache schafft“, so der Kanadier in Bezug auf Nurmagomedovs perfekte Bilanz von 27 Siegen bei keiner Niederlage. „Etwas, was vorher keiner geschafft hat und was mir keiner zutraut. Er ist ein großartiger Champion und wenn wir schon vom Vermächtnis sprechen, kann ich mir keinen besseren Gegner vorstellen, denn wer hinterlässt schon ein besseres Erbe als Khabib?“