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GSP: Der Wettkampf ist vorbei, ich habe andere Pläne.

Georges St. Pierre (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Als Georges St. Pierre seinen Rücktritt verkündete, machte er den geplatzten Kampf gegen Khabib Nurmagomedov mit dafür verantwortlich. So ganz zu schien die Tür jedoch nicht zu sein, vielleicht nur Verhandlungssache. Doch nachdem bereits Dana White dem Kampf eine Absage erteilt hat, orientiert sich auch St. Pierre um.

„Ich habe über ein Comeback nachgedacht, als ich zurückgetreten bin“, so St. Pierre gegenüber TSN. „Ich wollte es wirklich. Aber um ehrlich zu sein hat die UFC es sehr klar gemacht, dass sie andere Pläne für Khabib haben, daher habe ich eine neue Seite aufgeschlagen. Ich kann nicht darauf warten, dass dieser Kampf kommt und Däumchen drehen. Ich habe andere Pläne für mein Leben. Der Beste zu sein, ist nicht mehr meine oberste Priorität. Ich habe Familie, Freunde und wichtigere Dinge zu tun, andere Projekte in der Pipeline. Meine Familie und meine Gesundheit sind mir sehr wichtig.“

St. Pierre kehrte bei UFC 217 nach mehrjähriger Auszeit in den Käfig zurück und nahm dabei Michael Bisping den Titel im Mittelgewicht ab, den er aber nie verteidigte. Im Anschluss wollte der Kanadier wieder mit dem Gewicht nach unten und dort auf Khabib Nurmagomedov treffen. Die UFC hatte zuvor jedoch gehofft, dass St. Pierre den Gürtel im Mittelgewicht wenigstens einmal verteidigen würde.

Dana White nahm das dem Kanadier übel, es kam nicht zum Wunsch-Kampf gegen den Leichtgewichts-Champion. Ein anderes Duell steht für St. Pierre nicht zur Debatte. Daher ist der Kanadier auch nicht sonderlich an einem Comeback interessiert.

„Es ist nicht, dass ich nicht kann, ich will nicht mehr. Ich will nicht meinen ganzen Fokus und meine Hingabe darauf konzentrieren, wenn ich nicht den Kampf bekommen kann, den ich haben will. Ich könnte zurückkommen und weiterkämpfen, aber ich bin nicht mit dem Herzen dabei. Ich fühle mich gut im Training, wenn ich mit den Jungen trainiere, bekomme ich schon manchmal wieder Lust, aber es gibt auch den nächsten Tag, an dem ich manchmal einfach nur denke ‚Scheiß drauf!‘. Ich habe da gemischte Gefühle.“

Auch wenn er weiter trainieren wird, so ist für den 38-Jährigen damit klar, dass es endgültig keine Rückkehr mehr geben wird: „Ich werde nicht warten. Ich habe viele Projekte, an denen ich arbeite. Ich trainiere weiter und bleibe fit, das werde ich immer. Aber der Wettkampf, dieses Kapitel ist für mich vorbei.“