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GSP: Carlos Condit ist ein „Alptraum“, der Beste im Weltergewicht

Georges St. Pierre (Foto: Florian Sädler)

Der heimliche Hauptkampf von UFC 189 war die Titel-Schlacht zwischen Robbie Lawler und Rory MacDonald. Auch Georges St. Pierre, Teamkamerad und guter Freund des unterlegenen MacDonald hat sich den Kampf angesehen und mit GNP-TV exklusiv darüber gesprochen, wie es nach der bitteren K.o.-Niederlage mit MacDonald weitergehen und wer seiner Meinung nach bald das Weltergewicht regieren wird.

Es war vielleicht der Kampf des Jahres: Fünf Runden lang zogen Weltergewichtschampion Robbie Lawler und Rory MacDonald am 11. Juli in den Krieg. Lange sah aus, als würde MacDonald den Weltmeister entthronen, bis der den Kampf einem gezielten Jab auf die gebrochene Nase des Kanadiers den Kampf beendete.

GNP-TV sprach beim deutschen Brand Launch von Sportbekleidungshersteller Under Armour mit Georges St. Pierre, der MacDonald vermutlich besser kennt, als sonst jemand im Kampfsportgeschäft, und bat ihn um eine ehrliche Einschätzung der Leistung des 26-Jährigen.

„Rory ist ein guter Freund und Trainingspartner," so GSP. "Er hat das toll gemacht, bis er von der letzten linken Geraden getroffen wurde. Ich glaube aber immer noch daran, dass Rory eines Tages Weltmeister werden wird. Nur jetzt hat es eben nicht sollen sein. Das ändert jedoch nichts daran, dass ich noch immer denke, dass er die Zukunft dieser Gewichtsklasse sein wird. Schau dir Robbie Lawler an, in seiner Karriere ging es auch ständig auf und ab bevor er Champion wurde. Manchmal muss man einfach geduldig sein, es braucht Zeit und Erfahrung. Ich glaube wirklich an Rory und habe eine Botschaft für ihn. Ich weiß, er ist nun wahrscheinlich sehr traurig und emotional, wie das eben so ist, wenn man einen Kampf verloren hat. Aber gib deinen Traum nicht auf, halte daran fest! Wenn ich ihm beim Trainieren zusehen und mit ihm rede, dann weiß ich, dass er die Zukunft des Weltergewichts ist. Es hat jetzt nicht sollen sein, aber bald wird es soweit sein.“

Seitdem St. Pierre seinen Weltergewichtstitel 2013 niedergelegt und sich auf unbestimmte Zeit vom aktiven Geschehen verabschiedet hat, ist im Weltergewicht eine Menge los. Johny Hendricks schnappte sich gegen Robbie Lawler den vakanten Titel, musste ihn im Rückkampf aber wieder abgeben. Nun hat Lawler das Gold gegen MacDonald verteidigt. In den Startlöchern stehen mit Hendricks und Carlos Condit gleich zwei potentielle Herausforderer, die dem Champion den Gürtel abnehmen wollen. Mit beiden stand GSP bereits im Käfig. Er sagt: Der nächste Champion wird Carlos Condit.

„Carlos Condit ist ein Alptraum“, so St. Pierre. „Von all meinen Gegnern würde ich gegen ihn am wenigstens noch einmal antreten wollen. Carlos Condit ist in allen Bereichen stark, und seine Attacken kommen aus allen Richtungen, von überall her. Johny Hendricks ist sehr gut in dem was er tut. Nicht so überraschend wie Condit, aber gut in dem was er tut. Er schlägt sehr hart mit seiner Linken. Wenn wir uns die Rangliste und die Platzierungen dort ansehen, dann finde ich, der Mann der den nächsten Titelkampf am meisten verdient hätte, ist Johny Hendricks. Carlos Condit folgt aber gleich danach. Und in einem Fünf-Runden-Kampf ist Carlos Condit momentan wahrscheinlich der gefährlichste Mann. Er hat mehr Waffen in seinem Arsenal und man weiß nie, von wo er angreifen wird. Es ist einfach ein Alptraum gegen jemanden wie ihn zu kämpfen. [...] „Wenn ich wetten müsste, wer zwischen Lawler, Hendricks und Condit gewinnt, glaube ich, Condit wäre am Ende der Sieger. In einem Fünf-Runden-Kampf zumindest. Er ist einfach ein Alptraum!“

Dies ist der zweite Teil des ausführlichen Video-Interviews mit Georges St. Pierre. Morgen erscheint der dritte Teil, in dem es um das Infusionsverbot nach dem Wiegen, das Remake des Kinoklassikers "Der Kickboxer" und vieles mehr geht.