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GNP1-Prognosen für UFC 205

Herzlich Willkommen zur neuesten Ausgabe unserer hauseigenen Expertentipprunde. Dieses Mal werden wir für UFC 205 einen Blick in unsere Kristallkugeln werfen und unsere Einschätzungen zu fünf Hauptkämpfen abgeben.

Für die Veranstaltung am heutigen Samstag geben Elias Stefanescu, Fabian Habel, Florian Sädler, Jan Großöhmigen und Alexander Petzel-Gligorea ihre Prognosen ab:

Eddie Alvarez vs. Conor McGregor

Elias: Ein sehr interessantes Duell, das in beide Richtungen gehen kann. Wir haben McGregor bereits konditionell angeschlagen gesehen und ebenfalls angeklingelt erlebt. Alvarez besitzt die Power den Iren K.o. zu schlagen, ganz klar, und ebenfalls das Können ihn unter Druck zu setzen. Gleiches gilt jedoch auch für McGregor. Dominant trat er im Federgewicht auf, konnte zuletzt auch im Leichtgewicht gegen Nate Diaz siegen. Alvarez hat gute, aber auch schlechte Tage im Octagon erlebt. Wenn er nicht auf der Höhe gegen McGregor sein wird, könnten ihm nicht nur die Psychospielchen im Vorfeld, sondern auch die variablen Angriffe seines Gegners im Ring zusetzen. Beide sind starke Striker, die das Duell im Stand bevorzugen. McGregor besitzt zudem die größere Reichweite. Ein neuer Champion? Ich kann es mir sehr gut vorstellen, dass der provokante Ire den Titelträger stürzt und sich zum ersten Doppel-Champion der UFC krönt.
Conor McGregor via K.o. in Runde 2

Fabian: Für Conor McGregor stehen vor UFC 205 zwei Fragen im Raum: Wie viel ist seine K.o.-Power in einer höheren Gewichtsklasse wert? Und wie erfolgreich kann er sich gegen die starken ringerischen Fähigkeiten von Eddie Alvarez verteidigen? Der einzig vergleichbare Gegner in der Vita des Iren ist Chad Mendes. Bei UFC 189 wurde er von dem US-Amerikaner wiederholt zu Boden gebracht und dort mit hartem Groundandpound bearbeitet. Am Ende war die fehlende Ausdauer von Mendes verantwortlich dafür, dass sich McGregor den Interimstitel im Federgewicht sichern konnte. Ähnliche Probleme sind bei Eddie Alvarez nicht zu erwarten. Der „Underground King“ gilt als zäher Kämpfer mit einer überdurchschnittlichen Ausdauerfähigkeit. Schafft es Alvarez früh im Kampf, das Duell auf die Matte zu verlagern, steht einem ungefährdeten Punktsieg nichts im Weg. Falls McGregor die Takedowns erfolgreich abwehren kann, werden seine Reichweitenvorteile und seine Kraft früher oder später zu viel für Alvarez sein. Macht Alvarez zudem den Fehler, sich auf sein Können im Stand zu verlassen, wird es eher früher als später ein böses Erwachen geben. Conor McGregor via T.K.o. in Runde 2

Alexander: Da ist er also, der große, geschichtsträchtige Kampf von Conor McGregor und Eddie Alvarez. Ich sage es gleich, ich bin großer Alvarez-Fan und nichts würde mich mehr freuen, als Sonntag früh einen triumphierenden „Underground King“ zu sehen. Der Weg dahin wird jedoch mehr als steinig. Sein Standkampf ist nicht für McGregor gemacht, denn der Ire bleibt gerne außen, deckt einen mit Kicks ein und bestraft Vorstöße mit gefährlichen Kontern. Für Eddies beste Waffe, den eigenen Counterpunch, keine guten Voraussetzungen. Wenn Eddie Alvarez in den letzten Kämpfen aber eins gezeigt hat, dann, dass er gewillt ist, einen Kampf hässlich zu führen, wenn er ihn auf die Siegerstraße bringt. Das bedeutet Zaundrücken, Clinchen, gelegentliche Takedowns und viel Kontrolle am Boden. Aber um in diese Position zu kommen, muss er an McGregors Linker vorbei und Eddies Kinn ist nicht mehr ganz auf dem Niveau, auf dem es einst war. Das Matchup spricht also eher für McGregor und doch glaube ich, dass Alvarez es irgendwie schafft, dem Iren den Zahn zu ziehen, vor allem, wenn McGregor nicht den frühen Knock-Out oder Niederschlag schafft. Spätestens in der dritten Runde wird sich das Blatt zu Gunsten des Titelverteidigers wenden, da er mehr im Tank haben sollte. Eddie Alvarez nach Punkten

Florian:
Wie immer, wenn Conor McGregor kämpft, macht sich bei mir kurz vorher eine nervöse Anspannung breit und meine Phantasie spielt mir das ganze Spektrum potentieller Kampfausgänge vor. Tatsächlich könnte ich mir von einer Wiederholung des Aldo- bis zu einer des ersten (und eigentlich auch des zweiten) Diaz-Kampfes alles vorstellen, was den Hauptkampf von UFC 205 angeht. McGregor hat anscheinend hart an seiner Kondition gearbeitet und auch weiter an seinen Low Kicks gefeilt, mit denen schon Donald Cerrone durchschlagenden Erfolg gegen Alvarez hatte. Kämpft er smart, könnte ich mir vorstellen, dass McGregor ihn Schritt für Schritt dezimieren und den über die Jahre häufiger durch die Mangel gedrehten Alvarez eventuell sogar vorzeitig besiegen kann - tut er das nicht, könnte der Versuch, Geschichte zu schreiben, böse enden für McGregor. Sofern Alvarez sich nicht zu sehr einspinnen lässt in McGregors pompöses Gebaren, glaube ich, dass er den mitgereisten Iren ihren New York-Trip ordentlich versalzen kann. Eddie Alvarez nach Punkten

Jan: Eddie Alvarez ist ein erfahrener und vielseitiger Kämpfer, aber von seinem Kampfstil her ist er wie gemacht für jemanden wie Conor McGregor. McGregor ist technisch besser, er schlägt präziser, bewegt sich geschickter und kontert wirkungsvoller. Alvarez ist offensiv nicht schlecht, aber defensiv oftmals zu nachlässig. Ich denke, seine Taktik wird so aussehen, dass er versuchen wird, McGregors frühen Angriffssturm zu überstehen und ihn im Clinch am Käfigzaun müde zu machen. Andererseits glaube ich, dass McGregor im Leichtgewicht eine gute Kondition haben wird, denn im Weltergewicht hatte er zu viel unnötige Masse und im Federgewicht fehlte ihm durch den harten Cut die Energie. Alvarez ist ein zäher Bursche, aber ich denke, im Laufe seiner Karriere hat er durch die vielen Schlachten, die er schon geschlagen hat, nicht mehr die nötigen Nehmerqualitäten, um McGregors Linke einfach so wegzustecken. Ich glaube, McGregor wird ihn irgendwann niederschlagen und mit Ground and Pound finalisieren. Conor McGregor via T.K.o. in Runde 2

Tyron Woodley vs. Stephen Thompson

Elias: Ein wahrer Leckerbissen für MMA-Fans. Beide Athleten ziehen den Kampf im Stehen vor, allerdings haben sie ganz andere Kampfstile. Während Thompson mit seinem Karate und Point-Fighting-Stil nach Treffern aus der Reichweite des Gegenübers verschwindet, ist Woodley besonders aus der Nahdistanz stark. Woodley kann allerdings auch Kämpfe mit nur einem Punch beenden. Seinen Dampfhammer stellte er bereits mehrfach unter Beweis, u.a. gegen Robbie Lawler, gegen den er den Titel durch K.o. gewann. Thompson hingegen wirkte unbesiegbar in seinen letzten Auftritten und konnte starke Konkurrenz nahezu mühelos kampfunfähig schlagen. Der Gameplan wird hier entscheidend sein. Die Schlagkraft liegt klar auf der Seite von Woodley, doch muss er den stets ausweichenden Thompson auch treffen. Sollte dies nicht gelingen, wird der stets in Bewegung bleibende Thompson seinen Stich setzen und sich womöglich zum neuen Champion krönen. Stephen Thompson nach Punken

Fabian: Tyron Woodley sitzt im sehr stark besetzten Weltergewicht als Champion derzeit auf dem Schleudersitz. Seine Zeit als Weltmeister könnte, kaum begonnen, nach UFC 205 bereits wieder vorbei sein. Stephen Thompson hat in seinem Kampf gegen Johnny Hendricks schon gezeigt, wie gut er mit Ringern fertig wird, deren primäre offensive Waffe ein rechter Schwinger ist. Einen ähnlichen Kampfverlauf sehe ich auch bei dieser Paarung. Woodley zeigte in der Vergangenheit die Tendenz, sich immer wieder an den Käfig drängen zu lassen und von dort aus mit seiner ganzen Explosivität eine rechte Gerade abzufeuern. Das mag gegen Josh Koscheck funktionieren, der „Wonderboy“ wird dies jedoch knallhart bestrafen. Woodleys beste Chance liegt darin, früh den Takedown zu suchen und Thompson am Boden zu zermürben. Die exzellente Verteidigung von Thompson wird dies jedoch verhindern und einen Kampf im Stand erzwingen. Dort werden dem aktuellen Weltmeister schnell seine Grenzen aufgezeigt werden. Stephen Thompson via T.K.o. in Runde 3

Alexander: So ein wenig fliegt der Kampf bei mir unter dem Radar zwischen Super-Duper-Mega-Star McGregor und „Joanna Violence“. Vielleicht, weil mich beide Charaktere irgendwie nicht hinter dem Ofen hervorholen. Was aber nicht ihre kämpferische Leistung herunterspielen soll. Nur sehe ich hier nicht wirklich ein Feuerwerk, dafür ist der offensive Output von beiden zu gering. Woodley lädt zu oft die Rechte auf und Thompson braucht sehr viel Platz für seine akrobatischen Kicks. Den wird er bekommen, denn so gefährlich Woodley mit seinen explosiven Vorstößen auch ist, sie sind doch berechenbar und Thompson hat ein unglaubliches Distanzgefühl und ist selbst von Kämpfern, die nicht so klein sind wie Woodley, kaum zu treffen. Darüber hinaus sehe ich die Konditionskomponente bei Thompson. Auch der ringerische Vorteil wird den „Chosen One“ hier nicht zum Sieg führen. Thompson wird ihn mit Kicks zermürben und ihn mit Kombinationen bei den Vorstößen auskontern. Stephen Thompson nach Punkten

Florian:
Warum auch immer, aber Tyron Woodley ist einer dieser Kämpfer, der ständig unter dem Radar fliegt, obwohl er eines der gefährlichsten Weltergewichte überhaupt ist. Trifft Woodley sauber, dann sieht es für niemanden in der UFC mehr gut aus, gegen Thompson habe ich allerdings meine Zweifel, dass ihm das gelingen wird. Woodley hat nur gegen die Welt-Elite verloren, und "Wonderboy" hat zuletzt gezeigt, dass man ihn mittlerweile in diese Kategorie stecken muss. Ich denke, dieser Kampf wird für Woodley entweder ähnlich aussehen wie vor zwei Jahren der gegen Rory MacDonald - mit einem Woodley, der sich nicht so recht aus dem ersten Gang heraustraut - oder mit einem blitzsauberen Konter-Knockout für seinen Gegner enden. Stephen Thompson via T.K.o. in Runde 2

Jan: Betrachtet man die unterschiedlichen Kampfstile von Tyron Woodley und Stephen Thompson, dann ist das ein wirklich spannendes Duell. Woodley verfügt über die ringerischen Mittel, Thompson fünf Runden lang auf dem Boden zu halten, aber aufgrund seiner Explosivität und Schlagkraft kann er auch jederzeit einen K.o. herbeiführen. Thompson hat seinen Karate-Stil perfekt auf den MMA-Sport angepasst. Er attackiert gerne aus der Distanz mit blitzschnellen Vorstößen und zieht sich dann genauso schnell zurück, um den Kontern zu entweichen. Außerdem ist es sehr schwer, sich auf seine Kicks einzustellen. Ich glaube, Thompson wird Woodley einige Male ins Leere laufen lassen, aber irgendwann erwischt Woodley ihn doch mit seinem Schwinger und dann gehen Thompson die Lichter aus. Woodley ist bei UFC 205 mein „Außenseitertipp“. Tyron Woodley via T.K.o. in Runde 3

Joanna Jedrzejczyk vs. Karolina Kowalkiewicz

Elias: Ein Highlight für Fans des Frauen MMA und ganz speziell für polnische Kampfsportfans. Die beiden erfolgreichsten MMA-Kämpferinnen des Landes stehen sich auf der weltweit größten Bühne für gemischte Kampfkünste im Titelkampf gegenüber. Jedrzejczyk ist aus meiner Sicht die klare Favoritin. Aufgrund ihrer Kombinationsstärke, defensiv solider Abehr, starker Takedown-Defense und guter BJJ-Defensive geriet sie bislang noch nie in große Gefahr in ihren UFC-Auftritten und verteidigte ihr Gold stets souverän. Sie wird versuchen gegen Kowalkiewicz den Kampf auf den Beinen zu halten und dort auch zu beenden. Sie ist schneller als ihre Gegnerin und auch technisch variabler. Sollte Kowalkiewicz den Kampf nicht auf den Boden bekommen, sehe ich schwarz für die Herausforderin. Sie hat nicht die Schlaghärte, um die Championesse K.o. zu schlagen. Ob sie konditionell mithalten kann, wird sich zeigen. Fünf Runden sind eine lange Zeit und diesen Erfahrungsvorteil besitzt Jedrzejczyk. Joanna Jedrzejczyk via T.K.o. in Runde 4

Fabian: Für den ersten Titelkampf des Abends halten die polnischen Farben Einzug ins Octagon. Die beiden sind alte Bekannte, bereits als Amateure standen sie sich im Ring gegenüber. Damals behielt die aktuelle Weltmeisterin die Oberhand. Dieses Ergebnis wird sie bei UFC 205 wiederholen. „Joanna Champion“ ist ihrer Landsfrau in allen Facetten des Sports einen Schritt voraus. Kowalkiewicz muss in den ersten Runden alles zeigen, was sie zu leisten vermag, um eine Chance auf den Titel zu haben. Schafft sie kein überraschendes frühes Ende durch K.o., wird sie das gleiche Schicksal ereilen wie alle Gegnerinnen der Championesse. Keine andere Athletin kann über fünf Runden ein derart hohes Tempo halten. Die Toughness der Herausforderin wird ein vorzeitiges Ende verhindern, mehr ist für Kowalkiewicz jedoch nicht drin. Joanna Jedrzejczyk nach Punkten

Alexander: So gerne ich Karolina Kowalkiewicz hier auch Chancen einräumen würde, es fällt mir sehr schwer gegen Joanna Jedrzejczyk. Kowalkiewicz ist eine der besten Runden-Siegerinnen der Gewichtsklasse und kann ihre Offensive fast perfekt auf den Gegner abstimmen, allerdings ist die Frage, wie sie gegen Jedrzejczyk punkten soll, schließlich ist die Championesse ebenso schnellen Fußes und besitzt die deutlich flinkeren Hände, die zudem mit mehr Power daherkommen. Dass Kowalkiewicz sie niederringen kann, bezweifle ich ebenfalls stark, das ist besseren Ringerinnen schon nicht gelungen. Sollte Kowalkiewicz bis zur vierten Runde nicht komplett im Hintertreffen sein, könnte sie vielleicht die Kondition auf ihrer Seite haben, dafür muss aber zuviel gut für sie laufen. Joanna Jedrzejczyk nach Punkten

Florian: Den vier Jahre alten Amateurkampf der beiden kann man kaum mehr als Maßstab nehmen, trotzdem erwarte ich am Samstag ein ähnliches Ergebnis. Ob Jedrjezczyk nun wieder durch Rear Naked Choke gewinnen wird ist fraglich, alles in allem sollte die Championess im inner-polnischen Duell aber überall die Nase vorne haben oder zumindest gut genug sein, um sich nicht in Gefahr bringen zu lassen. Mit Vorwärtsdruck, guten Aktionen im Clinch und Zähigkeit könnte Kowalkiewicz durchaus Erfolg haben, ich glaube allerdings nicht, dass es über fünf Runden für einen Sieg reichen wird. Joanna Jedrzejczyk nach Punkten

Jan: Alles, was Karolina Kowalkiewicz kann, kann Joanna Jedrzejczyk ein kleines bisschen besser. Aus der Distanz hat Jedrzejczyk einen höheren Output als Kowalkiewicz, sie ist aggressiver und etwas vielseitiger. Im Clinch sollte sich Kowalkiewicz hingegen gut behaupten können, zumindest offensiv. Und da liegt auch der Knackpunkt. Offensiv sind sie im Stand beide sehr stark, aber wie man im Fußball so schön sagt: Spiele gewinnt man vorne, Turniere hinten. Heißt also, auf die Defensive kommt es an. Und da zeigt die Statistik, dass sich Jedrzejczyk deutlich weniger treffen lässt. Kowalkiewicz kann einstecken, aber wenn ein Punktrichterurteil ansteht, kommt es darauf an, wer mehr getroffen hat, ohne selbst getroffen zu werden. Und in diesem Vergleich sehe ich Jedrzejczyk vorne. Joanna Jedrzejczyk nach Punkten

Chris Weidman vs. Yoel Romero

Elias: Ein actiongeladenes Duell, das womöglich schlecht für den Lokalmatadoren ausgehen wird. Weidman ist nicht der bessere Ringer in diesem Duell und auch im Standkampf gebe ich Romero den Vorteil. Sollte Weidman den ersten Sturm überstehen und Romero konditionell einbrechen, wird das Match kippen und der Amerikaner siegt. Sollte Romero jedoch seine Anfangsoffensive sinnvoll einsetzen, ohne sich auszupowern, kann er Weidman überrollen und die Sensation dingfestmachen. Yoel Romero durch T.K.o in Runde eins

Fabian: Chris Weidman ist auf einer Mission. Vor heimischem Publikum will er sich die Chance erarbeiten, sich das zurückzuholen, was er vor knapp einem Jahr gegen Luke Rockhold verloren hat. Mit Yoel Romero wartet jedoch ein riesiger Stolperstein auf ihn. Der Kubaner ist explosiv, hat gutes Timing und enorm viel K.o.-Power. Vor allem in der ersten Runde ist er dazu in der Lage, jedem Gegner die Lichter auszuknipsen, auch Weidman. Zwar ist Romero zudem auf dem Papier der bessere Ringer, hat in der Vergangenheit jedoch auch gezeigt, dass man ihn durchaus zu Boden bringen kann. Gelingt Weidman dies in der ersten Runde, verliert Romero viel seiner Explosivität und Weidman kann im Stand befreiter arbeiten. Mit einem Platz auf dem Programm von UFC 205 in seiner Heimat New York geht für Chris Weidman ein Traum in Erfüllung. Gleichzeitig beraubt genau das ihn auch einer seiner ganz großen Stärken. Als Hauptkampf einer kleineren Fight Night wären ihm fünf Runden zur Verfügung gestanden, um seine Ausdauer zur Entfaltung zu bringen, so sind es lediglich drei. Verliert er die erste Runde, was gegen Romero keine Überraschung wäre, befindet er sich bereits unter Zugzwang, die verbleibenden Runden zu gewinnen. Wie er damit umgeht, wird sich zeigen. Yoel Romero via K.o. in Runde 1

Miesha Tate vs. Raquel Pennington

Elias: Ein Aufbaukampf für Tate, die in ihrer ersten Titelverteidigung überfordert war. Jetzt muss sie stark zurückkehren, um sich eine nächste Chance auf das Gold zu bewahren. Wenn die Nerven mitspielen, kann sie im Stand mit Pennington mithalten. Ihr Vorteil liegt jedoch klar im Ringen und Grappling. Sie muss die Begegnung auf die Matte bringen und dort dominieren, um einen Punktsieg einzufahren oder eine mögliche vorzeitige Entscheidung. Penningtons Chance besteht darin, den Kampf mit einem harten Treffer zu beenden – Tate wird jedoch darauf vorbereitet sein. Miesha Tate nach Punkten

Fabian: Miesha Tate muss diesen Kampf gewinnen, falls sie die Chance auf einen erneuten Titelkampf oder einen Trilogiekampf mit Ronda Rousey wahren will. Für Pennington kann der vierte Sieg in Folge bereits eine Chance auf den Titel im unberechenbaren Bantamgewicht bedeuten. Beide Kämpferinnen sind vielseitig und haben keine großen Schwächen. Dementsprechend knapp sehe ich diese Paarung. Nach einer harten K.o.-Niederlage gegen Amanda Nunes will Tate möglicherweise den Standkampf meiden und verlagert den Kampf früh auf die Matte. Falls der Verlust ihres Titels nichts an ihrer Einstellung verändert hat, dürfen sich die Fans auf ein Gefecht mit offenem Visier freuen. Dort sehe ich Pennington dank ihrer Aggresivität knapp vorne. Raquel Pennington nach Punkten

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