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GNP1-Matchmaker: Zurück als Untoter?

Triumphale Rückkehr: Der "Korean Zombie" ist zurück im Spiel (Foto: Tobias Bunnenberg).

Ein weiteres Wochenende, ein weiterer UFC-Event in den Geschichtsbüchern. Auch ohne viele große Namen lieferte UFC Houston am Samstag jede Menge Action ab, gekrönt vom Käfig-Comeback eines der beliebtesten Kämpfer der Liga. Außerdem mit dabei: ein Sieg der Erfahrung gegen die Jugend und ein beeindruckendes Comeback vor heimischer Kulisse.

Wir werfen einen kurzen Blick auf die drei besten Leistungen des Abends:

Chan Sung Jung

Mit seinem Erstrunden-K.o. gegen Dennis Bermudez hat Chan Sung Jung sich am Wochenende in eine Reihe mit Dominick Cruz gestellt. Dreieinhalb Jahre nach seinem letzten Kampf, einer bitteren Niederlage im Titelkampf gegen José Aldo, steht der „Korean Zombie“ buchstäblich mit einem Schlag wieder im Rampenlicht der MMA-Welt. Ähnliches hat bisher in der UFC nur Cruz geschafft, der nach langen Verletzungspausen Takeya Mizugaki schlagen und gegen T.J. Dillashaw den Bantamgewichtsgürtel holen konne.

Mit dem Sieg hat sich Jung in eine ungewöhnliche Situation gebracht. Der Sieg an sich hätte kaum imposanter sein können – zwar musste der „Korean Zombie“ anfangs einige harte Treffer schlucken, zusammen mit dem anschließenden K.o.-Sieg war das aber genau das, was man von Jung kennt: erst Einstecken, dann Ausschalten.

Trotzdem: Nach 42 Monaten außerhalb des Käfigs reichen die 2:49 Minuten kaum, um wieder in Top-5-Nähe einzusteigen. Sinniger auch für die UFC wäre es, Jung zunächst weiter gegen andere etablierte Action-Kämpfer zu stellen und zu schauen, wohin die Reise geht. Ein passender Kandidat, der außerdem bereits nach der Ansetzung gefragt hat, wäre Jeremy Stephens. Nächster Gegner: Jeremy Stephens

James Vick

Wie man von einer K.o.-Niederlage zurückkommt, hat am Wochenende James Vick bewiesen. Nachdem der „Texecutioner“ vergangenes Jahr seinen ersten Rückschlag in der UFC hinnehmen musste, stellte er sich mit Abel Trujillo einem gefährlichen K.o.-Schläger im Stand und zwang ihn auf der Matte per Brabo Choke zum Abklopfen.

In die Rankings hat Vick sich damit nicht gebracht, seine Position hoch oben auf dem Programm von UFC Houston hat er mit seinem spektakulären Sieg aber bestens genutzt, um auf sich aufmerksam zu machen. Bevor er einen Top-Gegner vor die Fäuste bekommt, wird er sich wohl noch ein wenig durch die breite Masse der 70-Kilo-Klasse wühlen müssen, genau wie Nik Lentz und Islam Makhachev, die kommendes Wochenende bei UFC 208 aufeinandertreffen werden. Nächster Gegner: Nik Lentz oder Islam Makhachev

Jessica Andrade

Ihren Titelkampf hätte Jessica Andrade schon haben können, die brasilianische Abrissbirne entschied sich jedoch, noch einen Kampf anzunehmen, um weitere Erfahrung zu sammeln. Eine riskante Strategie, die in der UFC bereits für den einen oder anderen schiefgegangen ist. Für „Bate Estaca“ dagegen hat es funktioniert: Nach drei Siegen in Folge steht laut UFC-Präsident Dana White als nächstes ein Titelkampf für Andrade an.

Ob sie gegen Joanna Jedrzejczyk Erfolg haben kann, bleibt abzuwarten. Auch Hill konnte der Brasilianerin in Houston zwischenzeitlich Probleme bereiten, und die ist trotz beachtlicher Fortschritte lange nicht auf dem Level der Polin. Stilistisch interessant ist die Ansetzung gegen Jedrzejczyk aber allemal, denn gegen aggressive Techniker hilft oftmals am besten die Augen-zu-und-durch-Taktik - brachiales nach vorne stürmen. Und für diese Taktik ist man bei Andrade an genau der richtigen Adresse. Nächste Gegnerin: Joanna Jedrzejczyk