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GNP1-Matchmaker: Yoel Romero sorgt für Chaos im Mittelgewicht

Nach dem Kampf ist vor dem Kampf: Yoel Romero und Luke Rockhold tauschen häufiger mal Herzlichkeiten aus (Foto: Florian Sädler).

Am Wochenende war die UFC erstmalig an der australischen Westküste zu Gast und brannte in Perth ein spektakuläres Feuerwerk ab. Zwar fiel der Star der Show im Vorfeld aus, aber auch ohne den australischen Mittelgewichtschampion Robert Whittaker boten die Kämpfer Down Under jede Menge Unterhaltung.

Wir werfen einen kurzen Blick auf die drei besten Leistungen des Abends:

Yoel Romero

Das war wohl nichts. Sieben Monate nach seiner Niederlage gegen Robert Whittaker ist Yoel Romero zurück auf der Siegerspur. Aber nicht einfach so, sondern als Quasi-Interimschampion. Mit Luke Rockhold hat Ersatzkämpfer Romero den eigentlichen Titelherausforderer per K.o. aus dem Rennen gekegelt, sich selbst theoretisch aber auch, indem er zuvor das Gewichtslimit verpasst hat.

Das bringt die UFC in die Bredouille. Es würde kaum Sinn machen, Romero die Titelchance nicht zu geben. Andererseits tut sich die Liga üblicher- und verständlicherweise schwer, Kämpfer ums Gold antreten zu lassen, die vor ihrem letzten Auftritt das Gewichtslimit nicht erreicht haben. Außerdem würde ein Titelkampf für Romero die Praxis der Interimsgürtel letztlich doch noch als sehr fragwürdig outen, wenn er die Chance gegen Whittaker auch ohne B-Titel bekommt.

Für Whittaker käme sonst nur Chris Weidman in Frage, der auf Twitter ganz richtig bemerkte, er sei der einzige Top-Kämpfer, den Whittaker noch nicht vor den Fäusten hatte, der zuletzt gewann und das Gewicht stets erreicht hat. Vergessen hat er dabei, dass er davor drei Kämpfe in Folge vorzeitig verlor, u.a. gegen Romero. Der „Soldier of God“ wird also vermutlich im Sommer innerhalb eines knappen Jahres seine dritte Chance auf einen UFC-Titel und seine zweite gegen den australischen Champion bekommen. Nächster Gegner: Robert Whittaker

Curtis Blaydes

Es war nicht schön, aber trotzdem überzeugend. Curtis Blaydes überstand in der ersten Runde seines Kampfes gegen Mark Hunt die Bomben des K-1-Champions und nutzte in der Folge sein Ringen, um den gefährlichen K.o.-Schläger auf dem Weg zu einem einstimmigen Punktsieg zu kontrollieren.

Mit seinem dritten Sieg in Folge hat Blaydes sich als vielversprechendes neues Gesicht an der Spitze des UFC-Schwergewichts etabliert. Verloren hat der gelernte Ringer im Octagon bisher nur gegen Francis Ngannou, und das wegen eines zugeschwollenen Auges, nicht durch Knockout, wie die meisten anderen Gegner des kürzlichen Titelherausforderers.

Mit dem Sieg gegen Hunt ist Blaydes in der Top 5 angekommen. Als recht frisches Gesicht warten dort jede Menge neue Ansetzungen auf ihn. Wenn die UFC ihn pushen will, könnte man sogar ein Duell mit einem der am höchsten dekorierten Schwergewichte der Liga rechtfertigen. Nächster Gegner: Alistair Overeem

Tai Tuivasa

Auch ohne große Worte kann man sich Fans holen. Zum Beispiel, indem man nach einem K.o.-Sieg auf dem Weg zurück zur Umkleide Bier aus einem Schuh trinkt. Entsprechende Bilder von Tai Tuivasa sind nach UFC 221 aufgetaucht – nachdem der Trainingspartner von Mark Hunt im Octagon weitaus erfolgreicher war als sein populärer Kumpel.

Tuivasa holte sich gegen Cyril Asker den zweiten Knockout-Sieg in der UFC, und die prestigeträchtige Position auf dem Hauptprogramm einer Pay-per-View-Veranstaltung dürfte ihm ein merkliches Plus an Aufmerksamkeit bescheren.

In die Rangliste wird der Australier nicht direkt schaffen, dafür dürften ihm 2018 einige wichtige Kämpfe bevorstehen, die ihn exakt dorthin befördern könnten. Beispielsweise gegen den Sieger eines Veteranen-Duells, das am 3. März bei UFC 222 stattfinden wird. Nächster Gegner: Andrei Arlovski oder Stefan Struve