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GNP1-Matchmaker: Wenige Namen, massig Action

Foto: UFC

Einmal mehr war die UFC am vergangenen Wochenende in der britischen Hauptstadt zu Gast. Trotz weniger großer Namen überzeugte vor allem das Hauptprogramm in London mit solider Action, aus der einige große Sieger hervorgingen, die im Laufe des Jahres in unmittelbare Titelnähe ihrer jeweiligen Gewichtsklasse vorstoßen könnten.

Wir werfen einen kurzen Blick auf die drei besten Leistungen des Abends:

Jimi Manuwa

Der Hauptkampf von UFC London musste vor dem Event eine Menge einstecken. Was Namen angeht, war Jimi Manuwas Heimspiel gegen Corey Anderson tatsächlich nicht das Gelbe vom Ei, zumal es nicht unwahrscheinlich schien, dass der amerikanische Ringer dem englischen Publikum mit einem unspektakulären Fünf-Ründer die Laune verderben würde.

Jimi Manuwa sorgte mit einem linken Haken dafür, dass diese Sorge unbegründet blieb. Mit dem zweiten Knockout in Folge nach seinem Sieg gegen Ovince Saint Preux im Oktober hat Manuwa sich zurück in die Top 5 und in das Titelrennen gebracht.

Ob das für ein Duell gegen den Sieger des anstehenden Titelkampfes zwischen Daniel Cormier und Anthony Johnson reicht, ist fraglich. Aber auch daneben gibt es einige Optionen für den „Poster Boy“. Neben Glover Teixeira und „Shogun“ Rua wäre da der wohl im Sommer zurückkehrende Jon Jones.

Behält man im Hinterkopf, dass Manuwa einer der wenigen Top-Kämpfer im Halbschwergewicht ist, den Jones noch nicht vor den Fäusten hatte, der diesem außerdem nach seinem Sieg Steroid-Vorwürfe gemacht hat und dass UFC-Präsident Dana White sich ohnehin unsicher gezeigt hat, ob er Jones gleich wieder einen Titelkampf zubilligen will, könnte der Brite der passende Comeback-Gegner für den Ex-Champion sein. Nächster Gegner: Jon Jones

Gunnar Nelson

Gefährliche Thaiboxer scheinen eine Spezialität Gunnar Nelsons zu sein: Nach Brandon Thatch und Albert Tumenov schaltete der Isländer in London mit Alan Jouban einmal mehr einen K.o.-Schläger aus, indem er ihn erst im Stand durchrüttelte und dann am Boden zur Aufgabe zwang.

Nach zehn Monaten Pause ein durchweg solider Sieg für „Gunni“, dessen Team im Anschluss Stephen Thompson herausforderte. Während das eine interessante Ansetzung wäre, wird Nelson wohl noch mindestens einen überzeugenden Sieg brauchen, um sich wieder in diesen Sphären der Rangliste bewegen zu können – immerhin ist seine einseitige Niederlage gegen Demian Maia gerade drei Kämpfe her.

Sinn machen würde jemand wie Neil Magny. Magny konnte zuletzt Ex-Champion Johny Hendricks besiegen und steht als Nummer sechs der Rangliste kurz vor dem Eintritt in die Top 5, braucht wohl allerdings selbst noch einen soliden Sieg, um einen Kampf gegen jemanden aus dieser Ecke rechtfertigen zu können. Gegen Nelson könnten die beiden diese Chance unter sich ausmachen. Nächster Gegner: Neil Magny

Marc Diakiese

30 Sekunden brauchte Marc Diakiese in London für seinen dritten UFC-Sieg. Der Knockout gegen Teemu Packalén könnte dabei den Durchbruch für den „Bonecrusher“ bedeutet haben, denn um den 24-Jährigen gab es seitdem einigen Wirbel. Zum einen sein explosiver Kampfstil, zum anderen eine wenig zurückhaltende Persönlichkeit sichern dem Briten das Interesse der Fans als auch jede Menge potentielle Gegner.

Einer davon ist Paul Felder, mit dem Diakiese nach seinem Sieg in eine kurze Twitter-Fehde geriet, während der beide Interesse an einem Kampf bekundeten. Der erfahrene Felder wäre ein großer Schritt vorwärts für Diakiese, aber auch eine spannende stilistische Ansetzung. Und da eine große Klappe in der heutigen UFC der schnellste Weg an die Spitze zu sein scheint, wäre es nicht verwunderlich, wenn die beiden tatsächlich in ein paar Monaten das Octagon teilen. Nächster Gegner: Paul Felder

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