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GNP1-Matchmaker: Überraschungen und Wachablösungen

Hofft auf ihre zweite Chance gegen Amanda Nunes, dieses Mal um den Gürtel: Valentina Shevchenko (Foto: UFC).

Es war kein guter Abend für die etablierten Namen. Donald Cerrone, Andrei Arlovski, Nate Marquardt – sie alle wurden am Samstag von der nächsten Generation des Sports in ihre Schranken gewiesen. Alles in allem boten die Sportler den 13.000 Zuschauern in Denver einen rundum gelungenen Abend, der eine gesunde Mischung aus Knockouts, Submissions und handfesten Überraschungen zur Schau stellte. Und direkte Auswirkungen auf das Titelgeschehen mindestens einer Gewichtsklasse haben dürfte.

Wir werfen einen kurzen Blick auf die drei besten Leistungen des Abends:

Valetina Shevchenko

Mit ihrem dritten Sieg in der UFC hat Valentina Shevchenko sich aller Wahrscheinlichkeit nach einen Titelkampf gesichert, in dem sie einem bekannten Gesicht gegenüberstehen wird. Dieser Rückkampf ist allerdings nicht die schlechteste Aussicht, denn Shevchenko bot Bantamgewichts-Championess Amanda Nunes Anfang 2016 einen harten Kampf über die volle Distanz, den die Brasilianerin nur knapp gewann. Im Laufe des neuen Jahres werden sie wohl in die vierte Runde gehen.

Nach Shevchenkos Sieg gegen Julianna Pena haben die beiden sich am Samstag bereits im Octagon wiedergesehen, wo Nunes sich mit ihrer ehemaligen und wohl auch zukünftigen Kontrahentin einen verbalen Schlagabtausch lieferte.

Wie echt dabei das böse Blut war, kann niemand sagen. Wenn es in ein paar Monaten dann aber wieder körperlich zur Sache geht, sollte sich das Einschalten so oder so lohnen, denn dann werden zwei der besten Kämpferinnen der Gewichtsklasse um deren legitimen Titel kämpfen. Das ist heute ja auch nicht mehr selbstverständlich. Nächste Gegnerin: Amanda Nunes

Jorge Masvidal

Genau das hat Jorge Masvidal gebraucht: Nachdem seine Bilanz in den letzten Jahren immer wieder mal durch knappe bis fragwürdige Punktniederlagen befleckt wurde, hat „Gamebred“ einer im vergangenen Jahr gestarteten Siegesserie mit seinem imposanten technischen Knockout gegen Donald Cerrone die vorläufige Krone aufgesetzt.

Mit Cerrone, Jake Ellenberger und Ross Pearson hat Masvidal eine Serie zusammengesetzt, auf der sich aufbauen lässt. Gerade, wenn man Cerrones bisherige Arbeit im Weltergewicht im Hinterkopf behält, dürfte Masvidals Knockout ihm einen großen Sprung nicht nur in den Ranglisten, sondern auch im Ansehen der Fans, der Medien und der UFC bescheren.

Spaß machen würde ein Kampf zwischen Masvidal und Carlos Condit, wobei der Trainingspartner von Cerrone nach zwei Niederlagen zuletzt öffentlich ans Aufhören gedacht hat und seitdem mehr oder weniger abgetaucht ist. Sollte der „Natural Born Killer“ doch noch einmal zurück ins Octagon steigen, wäre Masvidal ein angemessener Comeback-Gegner, für den seinerseits Condit eine so große wie verdiente Chance darstellen würde. Nächster Gegner: Carlos Condit

Francis Ngannou

Innerhalb eines Jahres ist Francis Ngannou vom Octagon-Debütanten zu jemandem geworden, dem UFC-Präsident Dana White es zutraut, den Schwergewichtstitel zu gewinnen und ihn für lange Zeit zu halten. Obwohl der Hype um den französisch-kamerunischen „Predator“ plötzlich noch schneller wächst als dessen beeindruckende Kampfbilanz, kann man dem Kameruner sein immenses Potential nicht absprechen.

Mit seinem schnellen Knockout gegen Andrei Arlovski hat der 120-Kilo-Hüne sich am Wochenende in eine Liga mit Champion Stipe Miocic katapultiert, der den früheren Weltmeister vor einem Jahr seinerseits in der ersten Runde ausknocken konnte. Nach nur elf Kämpfen und mit – für ein Schwergewicht – jungen 30 Jahren ist die nächste Frage, wie schnell man den „Predator“ in Richtung Titel schicken sollte.

Mit dem Sieg gegen Arlovski ist Ngannou zumindest in den Ranglisten schon weit oben angekommen, trotzdem sollte man ihm zumindest noch etwas Zeit zum Entwickeln geben, bevor man ihn an die ganz schweren Jungs lässt. Gegen den Veteranen Stefan Struve hätte Ngannou die Gelegenheit, einen weiteren bekannten Namen auf sein Resümee zu setzen und sich endgültig für eine Chance auf einen Top 5-Gegner zu empfehlen. Nächster Gegner: Stefan Struve