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GNP1-Matchmaker: Shevchenko stürzt Bantamgewicht ins Chaos

Valentina Shevchenko (Foto: ZUFFA LLC)

Von wegen Sommerpause, das UFC-Jahr kennt keinen Urlaub. Nur wenige Wochen nach der international Fight Week ging es in Chicago auf Fox weiter. Und als ob der Titelwechsel im Bantamgewicht der Damen nicht schon genug Chaos ausgelöst hätte, ging es in Chicago mit der Niederlage von Holly Holm genauso weiter.

Wir werfen einen kurzen Blick auf die drei besten Leistungen des Abends:

Valentina Shevchenko

Shevchenko ist doch kein One-Hit-Wonder. Die in Peru lebende Kirgisin zeigte eine taktisch und technisch einwandfreie Leistung gegen Ex-Champion Holly Holm und kaufte der früheren Box-Weltmeisterin im Stand den Schneid ab. Shevchenko zwang Holm dazu, die Kampfführung zu übernehmen und konterte sie dann mit perfekt getimten Attacken oder Takedowns aus. Vier von fünf Runden gingen am Ende an Shevchenko. Holms Stern sinkt mittlerweile schneller als er aufstieg, die „Big Money Fights“ sind für sie erst mal gestorben und das Bantamgewicht der Frauen ist offen wie nie.

Normalerweise sollte ein Sieg über einen Ex-Champion reichen, um seinen Hut in den Ring des Titelrennens zu werfen. Leider hat Shevchenko erst im März gegen Nunes verloren. Eher unwahrscheinlich, dass die 28-Jährige so schnell um den Titel kämpfen darf. Wahrscheinlicher ist Ronda Rousey als nächste Gegnerin für Nunes.

Rousey hat zwar genau wie die in der Rangliste vor ihr stehenden Tate und Holm ihren letzten Kampf verloren, bringt aber wenigstens die Einschaltquote mit. Für Shevchenko bleibt daher entweder ein Kampf gegen eine weitere Dame aus den Top Ten zur Überbrückung, oder ein Herausforderer-Kampf. Nächste Gegnerin: Julianna Pena

Edson Barboza

Nachdem Barboza ein eher durchwachsenes Jahr 2015 hatte, ist der Brasilianer in diesem Jahr auf dem besten Weg in Richtung Titelkampf. Im April wurde Anthony Pettis mit heftigen Leg Kicks traktiert, nun erwischte es den zähen Gilbert Melendez. Barboza scheint endlich athletisches und kreatives Potenzial mit Kampfintelligenz zu kombinieren und ist nicht mehr nur der Action-Fighter, der auf seine Highlights reduziert wird.

Leider ist das Titelrennen im Leichtgewicht nicht nur mit vielen Herausforderern überfüllt, mit Eddie Alvarez steht auch noch Barbozas Teamkollege an der Spitze der Gewichtsklasse und wer weiß, was nach dem McGregor-Diaz-Rückkampf weiter passiert? Für den Brasilianer bleibt also vorerst nur das Wartezimmer und damit weitere Kämpfe gegen harte Gegner, die genau wie er auf dem Weg nach oben sind. Nächster Gegner: Michael Chiesa

Francis Ngannou

Drei Kämpfe, drei vorzeitige Siege und dabei noch nicht einmal 30. Kein Wunder, dass Ngannou derzeit als das heißeste Eisen im UFC-Schwergewicht gilt. Wie die Organisation mit den Ansetzungen gegen Henrique, Blaydes und zuletzt Mihajlovic aber zeigte, will man den Kameruner mit französischem Pass noch nicht ins tiefe Wasser des Haifischbeckens, sondern sich langsam vortasten lassen.

Auch wenn ein Duell mit Derrick Lewis einem jetzt schon das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt, noch ist Ngannou nicht bereit für einen Gegner aus den Top 15. Das scheint allerdings nur eine Frage der Zeit. Noch wird man Ngannou jedoch mit unter- bis mittelklassigen Schwergewichten füttern. Nächster Gegner: Timothy Johnson