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GNP1-Matchmaker: Schlechter Abend für die Schotten

Auf dem Weg an die Spitze: Santiago Ponzinibbio holte in Glasgow einen Durchbruch-Sieg (Foto: Florian Sädler).

Wie beim Debüt-Event vor zwei Jahren bot UFC Glasgow am vergangenen Sonntag Action satt. Dieses Mal allerdings weniger erfolgreich für die Schotten, die vor heimischem Publikum keinen ihrer drei Kämpfe gewinnen konnten. Dafür beeindruckten vor allem die Auswärtigen, wie der Argentinier Santiago Ponzinibbio, der im Hauptkampf mit einem krachenden K.o. den größten Erfolg seiner bisherigen Laufbahn feierte.

Wir werfen einen kurzen Blick auf die drei besten Leistungen des Abends:

Santiago Ponzinibbio

„Gente Boa“ hat geschafft, woran berüchtigte K.o.-Schläger wie Albert Tumenov oder Brandon Thatch gescheitert sind: Gunnar Nelson auf die Bretter gehen zu lassen. 82 Sekunden nach Start seines ersten UFC-Hauptkampfes hatte Santiago Ponzinibbio den größten Erfolg seiner bisherigen Karriere in der Tasche.

Nach seinem Sieg über die Nummer Acht der offiziellen Rangliste dürfte es für „Gente Boa“ in der Top Ten weitergehen. Übernähme er Nelsons Position, würde das für Ponzinibbio einen Sprung um sechs Plätze nach vorne bedeuten.

Ein Kampf gegen Namen wie Carlos Condit (6) oder Neil Magny (5) würde einen gleich noch größeren Sprung bedeuten. Unterhaltsamen Kämpfern, die einen Hauptkampf überzeugend gewonnen haben, gibt die UFC aber gerne große Chancen, und Ponzinibbio fällt mit seinem Faible für Knockouts definitiv unter diese Kategorie. Nächster Gegner: Neil Magny

Paul Felder

Der lange Trip über den Atlantik mitten hinter feindliche Linien hat sich gelohnt für Paul Felder. Mit der vielleicht besten Leistung seiner bisherigen UFC-Karriere und dem vierten Sieg in fünf Kämpfen brachte der „Irish Dragon“ sich am Wochenende ins Gespräch.

Der Erstrunden-K.o. gegen Stevie Ray dürfte dem Leichtgewicht einen lohnenden nächsten Kampf einbringen. Zwar wird es noch nicht direkt für die Rangliste reichen, aber ihn in greifbare Nähe der Top 15 bringen. Ähnliche Ambitionen hat Olivier Aubin-Mercier.

Der kanadische Grappling-Experte würde Thaibox-Spezialist Felder eine interessante stilistische Ansetzung bieten und hat fünf seiner letzten sechs Kämpfe gewonnen. Zwischen den beiden könnte sich entscheiden, wer als nächstes den Sprung zu den ganz großen Jungs schafft. Nächster Gegner: Olivier Aubin-Mercier

Alexandre Pantoja

UFC Glasgow war als oft verschobene Pensions-Party für den irischen Fan-Favoriten Neil Seery gedacht – Alexandre Pantoja verdarb diese Pläne. Der Brasilianer bereitete seinem alternden Gegner mit physischer Überlegenheit Probleme, bevor in Runde drei der Tap via Rear Naked Choke folgte.

Für Ex-AXS-TV-Champion Pantoja war dies der größte Sieg seiner bisherigen Karriere, nachdem er bei der 24. „The Ultimate Fighter“-Staffel im Halbfinale scheiterte und sich anschließend einen geteilten Punktsieg im offiziellen UFC-Debüt holte. Mit 27 Jahren ist „The Cannibal“ kein junges Talent mehr, einige gute Jahre dürften ihm aber noch bevorstehen. Ein guter Test, ob Pantoja bereit für große Aufgaben ist, wäre Tim Elliott.

Der ehemalige Titelherausforderer hat zuletzt verloren, ein Sieg gegen Pantoja wäre aber ein guter  Comeback-Sieg, während ein weiterer Erfolg gegen einen bekannten Namen dem Brasilianer einen guten Push nach oben verschaffen würde.  Nächster Gegner: Tim Elliott