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GNP1-Matchmaker: Rockhold will St. Pierre gegen Bisping ersetzen. Gute Idee?

Fokussiert: Luke Rockhold hat Kurs auf seinen alten Gürtel genommen (Foto: Florian Sädler).

Am Wochenende war die UFC in „Steel City“ zu Gast, und das auf zehn Kämpfe zusammengeschrumpfte Programm bot den 7000 Fans in Pittsburgh reichlich Action. Nur zwei Duelle gingen über die volle Distanz, daneben gab es ganze sechs Knockouts und eine Aufgabe wegen Schlägen. Letztere erzwang Luke Rockhold in seinem Comeback-Kampf. Um den Titel wird der Ex-Champion in den nächsten Monaten wohl trotzdem nicht kämpfen.

Wir werfen einen kurzen Blick auf die drei besten Leistungen des Abends:

Luke Rockhold

Einen herzlichen Empfang hat David Branch ihm nicht bereitet. Trotzdem brauchte Luke Rockhold in seinem ersten Kampf in 15 Monaten keine zwei Runden, um den ehemaligen zweifachen WSOF-Champion unter seinen Schlägen zum Abklopfen zu bringen.

Branch machte von Beginn an Druck und brachte den anfangs etwas rostig wirkenden Rockhold kurzzeitig in Bedrängnis, hatte letztlich aber keine Antwort auf das dominante Top Game des anderen Ex-Champions. Rockhold machte sich im Anschluss dafür stark, Georges St. Pierre in dessen Titelkampf gegen Michael Bisping (UFC 217 am 4. November) zu ersetzen.

Es mag gute Gründe geben, Rockhold seine Chance auf Revanche gegen Bisping zu gewähren, der 2014 von ihm besiegt wurde und sich 2016 mit einem Erstrunden-K.o. Revanche und den Gürtel holte. Solange „GSP“ aber nicht verletzungsbedingt ausfällt o.ä., wird der 4. November kommen und gehen, ohne, dass Rockhold um den Gürtel gekämpft hat. 

Stattdessen wird der Kalifornier sich wohl allein des Timings wegen – nach St. Pierre wartet Interims-Champion Robert Whittaker auf seinen Titelkampf – noch einmal mit einem anderen Top-Gegner messen müssen, bevor er die Chance bekommt, seinen alten Gürtel zurückzuerobern. Nächster Gegner: Yoel Romero

Kamaru Usman

Sein knallender K.o. gegen Sergio Moraes wird Kamaru Usman nicht an die Spitze des Weltergewichts katapultieren, der spektakuläre Sieg könnte ihm aber auf nachhaltigere Weise nützen.

Bisher galten Usmans Kämpfe vielen Fans vor allem als gute Gelegenheit, Bier nachzufüllen oder abzulassen. Mit Namen wie Leon Edwards, Warlley Alves oder Sean Strickland hat das Ringer-Ass sehr gute Kämpfer besiegt, in der UFC bisher jedoch fast allesamt ohne größere Zwischenfälle nach Punkten.

Und so verwundert es kaum, dass Usman am Samstag in Pittsburgh einem Gegner außerhalb der Rangliste gegenüberstand. Der K.o. dürfte ihn in die Lage versetzen, in Form eines höher gerankten Kontrahenten schlussendlich die Früchte seiner Siegesserie zu ernten. Bisher auf der 13 im Weltergewicht gelistet, könnte „The Nigerian Nightmare“ gegen Neil Magny (9) beweisen, dass er in die Top Ten gehört. Nächster Gegner: Neil Magny

Uriah Hall

Der Comeback-K.o. am Wochenende war die Zusammenfassung dessen, was Uriah Hall als Kämpfer ausmacht. In der ersten Runde von Krzysztof Jotko beinahe überwältigt, wachte „Prime Time“ im zweiten Durchgang auf und schickte den Polen mit einer einzigen explosiven Rechten so zu Boden, dass er sich nicht mehr erholte.

Das unkalkulierbare hin und her zwischen den beiden Polen – sich von seinen Gegnern beinahe bereitwillig den Schneid abkaufen zu lassen oder sie mit einem großen Knall aus dem Kampf zu nehmen – hat Hall bisher zu jeder Menge Highlights und Tiefpunkten in der UFC geführt.

Wie er konstanter werden kann, weiß niemand, am wenigsten wohl Hall selbst. Bis er eine Siegesserie zusammenstrickt, wird der gebürtige Jamaikaner wohl weiter irgendwo im oberen Mittelfeld des Mittelgewichts kämpfen. Und dabei Fans hoffen lassen, dass Momente wie der, der seinen Kampf in Pittsburgh beendet hat, bald nicht mehr nur unerwartet aus dem Nichts kommen. Nächster Gegner: David Branch