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GNP1-Matchmaker: Neuer alter Top-Mann im Leichtgewicht

Michael Johnson ist zurück - buchstäblich mit einem Schlag (Foto: UFC).

Weitgehend unbeachtet von der MMA-Welt ist an der Grenze zwischen Mexiko und Texas am Wochenende die UFC Fight Night 94 über die Bühne gegangen. Und die knapp 5000 Fans in der Halle bekamen dabei das ein oder andere Highlight zu sehen – Chas Skelly stellte einen Rekord auf und Derek Brunson setzte ein Ausrufezeichen hinter eine persönliche Fehde, bevor Michael Johnson im Hauptkampf für eine handfeste Überraschung sorgte.

Wir werfen einen kurzen Blick auf die drei besten Leistungen des Abends:

Michael Johnson

So muss ein Comeback aussehen. Nach zwei Niederlagen in Folge und zehn Monaten Pause kehrte Michael Johnson mit einem Knall auf die Siegerstraße zurück, indem er den favorisierten Dustin Poirier in der ersten Runde mit einer knackigen Rechts-Links-Kombo auf die Bretter schickte. 

Mit dem Sieg gegen die Nummer sieben der Rangliste dürfte Johnson, aktuell auf der zehn gelistet, sich ein ordentliches Stück in Richtung Top 5 vorgearbeitet haben. Mit einem einzigen K.o. verdiente Namen wie Beneil Dariush, Michael Chiesa und Edson Barboza zu überholen, dürfte allerdings schwierig werden – jemanden aus diesen Sphären wird Johnson wohl schlagen müssen, um wirklich oben anzukommen.

Chiesa böte sich da an, der nach seiner verletzungsbedingten Absage des Kampfes gegen Tony Ferguson bald wieder einen Gegner brauchen wird. Nächster Gegner: Michael Chiesa

Derek Brunson

Wäre das geklärt: Nach Monaten des Online-Gezeters hat Derek Brunson seine Mini-Rivalität mit Mittelgewichts-Kollege Uriah Hall am Wochenende für sich entschieden. Der Abbruch nach nur einem harten Treffer mag je nach Sichtweise zu früh gewesen sein, aber das Ergebnis steht: Derek Brunson, die bisherige Nummer zehn in der 85-Kilo-Klasse, hat die bisherige Nummer neun besiegt.

Brunson selbst forderte nach seinem Sieg einen Titelkampf, und obwohl der nächste Herausforderer in den Rankings aktuell Position zwölf besetzt, dürfte dieser Sprung für Brunson ziemlich unrealistisch sein. Da hilft es auch nichts, dass die meisten Namen über ihm schon gegeneinander verplant sind, denn mit Robert Whittaker bleibt noch eine Option über, die sowohl nach Rangliste als auch nach Fan-Bedürfnissen Sinn macht. Nächster Gegner: Robert Whittaker

Chas Skelly

Kein schlechter Stundenlohn: Für seinen 19-Sekunden-Aufgabesieg (Rekord im UFC- und WEC-Federgewicht) hat Chas Skelly neben seinem Grundhonorar, dem Siegbonus und dem sicherlich exorbitant hohen Reebok-Sponsorengeld stolze 50.000 Dollar für die „Performance oft he Night“ eingeheimst. Wohl verdient, denn so rasend schnell abgefertigt wurde Veteran Maximo Blanco in 22 Profi- und neun UFC-Kämpfen noch nie.

Dass er sich ordentlich fetzen kann, hat Skelly nicht erst am Wochenende bewiesen – jetzt heißt es für den „Scrapper“, Kontinuität zu beweisen, wenn er mittelfristig mehr in der UFC erreichen will. Mit Mirsad Bektic und Darren Elkins hat Skelly gegen die beiden stärksten Gegner auf seiner Bilanz verloren, gegen genau solche Namen aber braucht der 31-Jährige Erfolge, um voranzukommen.

Ob er diese Chance gleich als nächstes bekommt, ist fraglich, denn einerseits lässt sich auf einen Erfolg wie den am Wochenende immer gut aufbauen, andererseits kann Skelly damit noch immer keine aktuelle Siegesserie vorweisen. Ein Kampf gegen den Sieger des nächsten Monat bei UFC Manila stattfindenden Duells zwischen Cole Miller und Mizuto Hirota würde Spaß machen und darüber hinaus aufzeigen, wo die jeweiligen Kämpfer aktuell in der UFC stehen. Nächster Gegner: Cole Miller oder Mizuto Hirota