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GNP1-Matchmaker: Mit einer Schlacht in die Schlagzeilen

Imposant: Justin Gaethje (r.) debütierte mit einem Knall im Octagon (Foto: UFC).

Als Appetitanreger für UFC 213 gedacht, konnte das Finale der 25. „The Ultimate Fighter“-Staffel am Freitagabend in weiten Teilen kaum überzeugen. Rausgerissen wurde der Event aus Las Vegas aber von einer epischen Schlacht ganz am Ende, in der ein Ex-Champion und UFC-Debütant den spektakulärsten Octagon-Einstand seit Langem feierte.

Wir werfen einen kurzen Blick auf die drei besten Leistungen des Abends:

Justin Gaethje

Man hätte es ahnen können: Schon bei WSOF war deren ehemaliger Leichtgewichtschampion Justin Gaethje ein konstant abliefernder Actiongarant. Diesen Ruf validierte „The Highlight“ am Wochenende mit einer Materialschlacht gegen Michael Johnson, die Gaethje in der zweiten Runde durch Knockout für sich entschied.

Mit seinem Benehmen nach dem Sieg überzeugte Gaethje noch weiter: Während er eine offene Herausforderung an jeden stellte, der ihn bezwingen könnte, räumte der 28-Jährige ein, dass er irgendwann verlieren und ausgeknockt werden würde. Angesichts seines halsbrecherischen Kampfstils eine so erfrischend-ehrliche wie höchstwahrscheinlich wahre Aussage.

Unabhängig vom Ergebnis verspricht Gaethje aber spektakuläre Action, und das nach seinem Debüt-Sieg wohl weiter in der Top Five des UFC-Leichtgewichts. Den bisher auf der fünf gelisteten Johnson wird Gaethje wohl dort ersetzen, damit stehen ihm einige Optionen offen.

Feuerwerke im Stand verspricht ein Duell gegen Edson Barboza, der sich aktuell noch von einer Verletzung erholt. Sobald der Thaibox-Experte gesund ist und Gaethje die Macken und Beulen vom Wochenende auskuriert hat, wäre das ein Kampf, der nicht nur Sinn macht, sondern aller Voraussicht nach vor allem jede Menge Spaß. Nächster Gegner: Edson Barboza

Jesse Taylor

Einen filmreiferen Ausgang hätten sich die Macher kaum ausdenken können. Neun Jahre nach seiner unehrenhaften Entlassung aus dem TUF-Finale kämpfte Jesse Taylor sich in der „Redemption“-Staffel zurück und beendete das, was er 2008 angefangen hatte.

Der Aufgabe-Sieg gegen Dhiego Lima schlägt im Gesamtbild der Weltergewichtsklasse wenige große Wellen. Rechnet man aber die drei Siege im TUF-Haus dazu, u.a. gegen den aktiven UFC-Kämpfer James Krause, steht Taylor zu Beginn des zweiten Kapitels seiner UFC-Karriere gut da.

Ob er nach vielen harten Meilen im Sport noch einen Lauf in die oberen Regionen der 77-Kilo-Klasse in sich hat, ist fraglich, einige solide Kämpfe dürften ihm aber noch bevorstehen. Ein guter Test wäre jemand, der ebenfalls erfahren ist, in der UFC aber schon ein wenig etablierter. Nächster Gegner: Sérgio Moraes

Gray Maynard

In wahrer Gray Maynard-Manier war es nicht der unterhaltsamste Sieg, auf der Haben-Seite steht aber, dass Gray Maynard überhaupt mal wieder einen Kampf so beendet hat, wie man es lange von ihm gewohnt war: mit erhobener Hand. Mit seinem dominanten, äußerst ringerlastigen Punktsieg gegen Teruto Ishihara hat der Veteran gezeigt, dass man ihn noch nicht vollends abschreiben sollte.

Ishihara galt nach aufeinanderfolgenden Knockouts als vielversprechendes Talent im UFC-Federgewicht. Nach der Punktniederlage gegen Artem Lobov im November war der Hype bereits ausgebremst, trotzdem ist es ein gutes Zeichen für Maynard, noch immer einen jungen Wilden bändigen zu können.

Mit nur zwei Siegen in seinen letzten sieben Kämpfen und im Alter von 38 Jahren liegen Maynards beste Tage hinter ihm. Zuletzt hat er aber zwei von dreien gewonnen und sich damit zumindest ein wenig Zeit erkauft.

Für einen Angriff auf die Rangliste dürfte es nicht mehr reichen, stattdessen könnte es gut sein, dass man Maynards neugewonnenes Momentum dazu nutzt, es jemand anderem zugutekommen zu lassen. Beispielsweise Mirsad Bektic. Das Top-Talent verlor im März einen dominant geführten Kampf schockierend durch K.o. und könnte einen Comeback-Sieg gegen einen bekannten Namen gut gebrauchen. Nächster Gegner: Mirsad Bektic