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GNP1-Matchmaker: Khabib vs. McGregor 2?

Zwischen Triumph und Debakel: Khabib Nurmagomedovs Karriere hängt nach seinem größten Sieg in den Seilen (Foto: Mark Bergmann).

UFC 229 wird nicht nur für den vielleicht größten Kampf der UFC-Geschichte in Erinnerung bleiben, sondern bis auf weiteres auch für die unwürdigen Szenen, die sich nach Khabib Nurmagomedovs Aufgabesieg gegen Conor McGregor abgespielt haben. Trotz der Massenschlägerei im und um das Octagon aber hat die Liga am Wochenende eine überaus starke Show auf die Beine gestellt, die vor Knockouts nur so strotzte.

Wir werfen einen kurzen Blick auf die drei besten Leistungen des Abends:

Khabib Nurmagomedov

Wer die Nummer eins im Leichtgewicht ist, dürfte spätestens nach dem vergangenen Wochenende klar sein. Khabib Nurmagomedovs in weiten Teilen dominanter Sieg gegen Conor McGregor hat den Dagestaner endgültig zum Star werden lassen, nachdem er vor nicht allzu langer Zeit noch in Co-Hauptkämpfen oder auf McGregors Vorprogramm angetreten war.

Das Chaos nach seinem Sieg hat den Glanz des Erfolges zwar gemindert, nachdem die Aufregung über die unnötige Aktion verflogen ist, wird aber vor allem die Anerkennung der sportlichen Leistung übrigbleiben. Ein Rückkampf gegen McGregor wird aber auch dann kaum Sinn machen, sofern man die finanzielle Seite nicht berücksichtigt. Denn der Ire hat klar und deutlich über mehrere Runden verloren und ist nicht etwa nach 13 Sekunden übermotiviert in einen Konter gelaufen.

Viel interessanter ist nach UFC 229 das lange geplante Duell mit Tony Ferguson. Seit 2015 versucht die UFC, diesen Kampf anzusetzen, vier Mal hat das nicht funktioniert, teils fiel der Kampf erst am Vortag des Events ins Wasser. Am Freitag allerdings standen sowohl Nurmagomedov als auch Ferguson am gleichen Tag mit dem gleichen Gewicht auf der gleichen Waage. Wenn das kein Zeichen ist. Nächster Gegner: Tony Ferguson

Tony Ferguson

Wenn es also einen Zeitpunkt gibt, um Nurmagomedov vs. Ferguson nachzuholen, dann ist der jetzt gekommen. Ferguson kehrte mit seinem technischen K.o. gegen Ex-Champion Anthony Pettis auf beeindruckende Weise ins Geschehen zurück, nachdem er sich erst im April eine schwere Knieverletzung zugezogen hatte.

Im Käfig allerdings war “El Cucuy“ bei seiner Rückkehr das, was man von ihm gewohnt ist: Ein spektakulärer Kämpfer, der durchs Feuer geht, um den Sieg zu holen. Der kam dann zwar wegen einer gebrochenen Hand seines Gegners etwas antiklimatisch in der Rundenpause zustande, der Gesamteindruck aber bleibt ein ausgesprochen positiver.

Mit elf Siegen in Folge, unter anderem gegen Kontrahenten wie Rafael dos Anjos und Kevin Lee, und als ehemaliger Interims-Champion, dem sein Gürtel ohne eigenes Verschulden abgenommen wurde, gibt es wohl kaum jemand anderen, der eine Titelchance mehr verdient als Ferguson. Zudem hat er am Wochenende gezeigt, dass er trotz seiner Verletzung noch oder schon wieder voll auf der Höhe ist und keine Aufbaukämpfe braucht. Nächster Gegner: Khabib Nurmagomedov

Derrick Lewis

In Erinnerung wird Derrick Lewis‘ Sieg gegen Alexander Volkov wohl vor allem wegen seines Interviews mit Joe Rogan nach dem Kampf bleiben, in dem „The Black Beast“ es schaffte, das Thema der Unterhaltung auf sein überhitztes Gemächt zu lenken. Die unmittelbare Folge des späten Comeback-Knockouts aber ist eine weitaus bedeutendere: Derrick Lewis kämpft um den UFC-Titel im Schwergewicht.

Wie genau, beziehungsweise mit welchen Summen die UFC Champion Daniel Cormier dazu überredet hat, seinen angepeilten Kampf gegen Brock Lesnar bei UFC 230 Anfang November aufs Spiel zu setzen, wird sich wohl in den kommenden Wochen klären. Fest steht: Derrick Lewis hat neun seiner letzten zehn Kämpfe gewonnen und darf jetzt um Cormiers Titel ran. Nächster Gegner: Daniel Cormier