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GNP1-Matchmaker: Keine Überraschungen, dafür jede Menge Action

Den Blick auf den Titel gerichtet: Cub Swanson (Foto: Dorian Szücs).

Der Hauptkampf von UFC Nashville galt im Vorhinein als Witz, im Nachhinein könnte man ihn schlimmstenfalls als guten Witz verrufen. Tatsächlich hat Artem Lobov gegen Cub Swanson zwar keinen Stich gesehen, hielt aber fünf Runden lang durch und erntete damit nicht das erhoffte Top-Ten-Ranking, dafür aber jede Menge Respekt. Davon bekommt Al Iaquinta seiner Ansicht nach zu wenig vonseiten seines Arbeitgebers. Gerade das macht seinen explosiven K.o.-Sieg gegen Diego Sanchez interessant.

Wir werfen einen kurzen Blick auf die drei besten Leistungen des Abends:

Cub Swanson

Eine Überraschung war es nicht, als Cub Swanson den Hauptkampf von UFC Nashville gegen Artem Lobov gewann. Wenn überhaupt war es überraschend, wie gut Lobov 25 Minuten lang dagegenhalten konnte. Trotzdem: Gegen den Iren hat „Killer Cub“ bewiesen, dass er noch immer zur Weltspitze gehört und jeder außerhalb und vielleicht sogar innerhalb dieses Zirkels sich an ihm die Zähne ausbeißen wird.

Zwar wird der Sieg gegen Lobov wenig getan haben, um Swanson in den Ranglisten großartig nach vorne zu bringen, aber da belegt er ohnehin einen der vordersten Plätze. In Nashville konnte er fünf Runden lang zeigen, was er wollte.

Mit ein paar Sequenzen mehr auf seinem Highlight-Reel nimmt Swanson eine ganze Horde Fans mit auf seinen Kurs in Richtung Titelkampf. Das Timing könnte passen, denn in der Top 5 ist „Killer Cub“ nicht zuletzt nach seinem Kampf des Jahres im Dezember gegen Doo Ho Choi der spannendste potentielle Gegner für den Champion, sobald Max Holloway im Juni bei UFC 212 seine Chance aufs Gold hatte. Nächster Gegner: José Aldo oder Max Holloway

Al Iaquinta

Zwei Jahre nach seinem kontroversen Punktsieg gegen Jorge Masvidal kehrte Al Iaquinta am Samstag ins Octagon zurück, knockte Diego Sanchez in der ersten Runde mit zwei explosiven Rechten aus und führte anschließend seinen Feldzug gegen die UFC fort. Die Pause war zum großen Teil dadurch bedingt, dass Iaquinta mit seinen Gehaltsschecks unzufrieden ist und nicht einsieht, sich dafür den Risiken des Kämpferlebens auszusetzen.

Mit seinem an den Sieg anschließenden „Fuck you, UFC“-Tweet dürfte „Ragin Al“ aus seinen Kritikern in der Chefetage kaum neue Freunde gemacht haben. Ändert sich nichts an seiner Bezahlung, das stellte Iaquinta klar, sieht er sich nicht so bald zurück im Käfig – zumal er mittlerweile als Immobilienmakler erfolgreich ist.

Wie es mit Iaquinta weitergeht, steht somit in den Sternen. Sollte er doch in näherer Zukunft wieder im Octagon stehen, würde ein erprobter, aber nicht abgenutzter Veteran wie Evan Dunham einen guten Test abgeben. Nächster Gegner: Evan Dunham

Mike Perry

An seiner Art außerhalb des Käfigs mag nicht jeder Gefallen finden, innerhalb des Octagons aber ist es schwer, K.o.-Proll Mike Perry nicht zu mögen. Mit einem perfekt getimten Ellbogenstoß schickte „Platinum“ am Samstag Jake Ellenberger ins Land der Träume. Knockout Nummer zehn in elf Profi-Kämpfen.

Auch, wenn Ellenbergers Ranglistenplatz schon länger nicht mehr gerechtfertigt war, dürfte Perry nun seinen Platz am unteren Ende der Top 15 einnehmen. Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten für den K.o.-Schläger, der mit seinen spektakulären Kämpfen in Windeseile die Ranglisten emporgeklettert ist.

Gegen Alan Jouban wurde im Dezember zwar deutlich, dass ab einem gewissen Niveau aktuell noch Schluss ist für „Platinum“, eine weitere Chance gegen einen soliden Gegner aber wird Perry nach der „Performance of the Night“ vom Wochenende trotzdem bekommen. Nächster Gegner: Santiago Ponzinibbio