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GNP1-Matchmaker: Eine weltmeisterliche Show

Endlich Champion: Max Holloway kann eine der imposantesten Siegesserien der UFC vorweisen (Foto: Florian Sädler).

Den Advent läutete die UFC am vergangenen Wochenende in Detroit mit schallendem Glockengeläut ein, zumindest bei einigen unglücklichen Kämpfern, die den unangenehmen Part zu einigen der härtesten Knockouts des Jahres beisteuerten. Mit UFC 218 führte die Liga außerdem gleich zwei Kandidaten für den Kampf des Jahres ins Feld, außerdem konnte sich einer der furchteinflößendsten Kämpfer des Kaders für einen Titelkampf im neuen Jahr empfehlen.

Wir werfen einen kurzen Blick auf die drei besten Leistungen des Abends:

Max Holloway

Man ist erst Champion, nachdem man den Gürtel verteidigt hat, heißt es. Spätestens jetzt dürfte Max Holloway also den Respekt bekommen, der ihm allein für seine Siegesserie von zwölf gewonnenen Kämpfen am Stück gebührt. Auch, wenn „Blessed“ am Wochenende nur das wiederholte, was ihm schon im Juni gelungen war.

Der zweite Sieg gegen Aldo erinnerte in vielerlei Hinsicht an den ersten – auch, wenn Holloway sich bei UFC 218 in einigen technischen Details genau gegenteilig zu UFC 212 verhielt, wie Luke Thomas in einer lohnenden Analyse herausstellte. Das Ergebnis bleibt: Holloway durch technischen K.o. in Runde drei, dieses Mal mit noch deutlich mehr gelandeten Wirkungstreffern als im Juni.

Wie geht es weiter für den jungen Champion? Nach chaotischen Jahren mit wechselnden Champions samt eingestreuten Interims-Weltmeisterschaften scheint Holloway das Potential mitzubringen, wieder Stabilität in die Gewichtsklasse bringen zu können. Zu früh sollte man sich aber nicht zurücklehnen – sogar Holloway selbst stellte das am Samstag klar und gab zu, im Vergleich zu langjährigen Champions wie dem, den er gerade geschlagen hatte, noch viel Arbeit vor sich zu haben.

Als nächstes könnte diese in Form von Frankie Edgar im Octagon auftauchen. Der ehemalige Leichtgewichtschampion hätte bereits bei UFC 218 auf Holloway treffen sollen, verletzte sich jedoch. Mit Namen wie Cub Swanson, Ricardo Lamas oder Brian Ortega stehen zwar auch einige andere Namen lose im Raum, der auf Rang zwei gelistete Ex-Champion Edgar sollte aber die lohnendste Alternative darstellen – nicht zuletzt, weil er einer der wenigen Top-Kämpfer ist, die Holloway noch nicht besiegt hat. Nächster Gegner: Frankie Edgar

Francis Ngannou

Wenn es noch Fragen gab, wie Francis Ngannou sich auf dem höchsten Level schlagen würde, dürften diese nach UFC 218 beantwortet sein. Mit Alistair Overeem stand dem „Predator“ einer der verdientesten Kampfsportler der Welt gegenüber - und schlug nach weniger als zwei Minuten bewusstlos auf der Matte auf.

Zwar ist Overeems Kinn nicht (mehr) das Beste, die Art und Weise, wie Ngannou den „Demolition Man“ mit nur einem Schlag zerlegt hat, ist aber schlichtweg beängstigend. Im Rennen um den nächsten Titelkampf hat Ngannou sich mit dem „Aufwärtshaken aus der Hölle“, wie Overeem den Schlag nach dem Aufwachen adelte, einen großen Vorsprung vor allen anderen Kandidaten gesichert. Nächster Gegner: Stipe Miocic

Eddie Alvarez

Der Leichtgewichtskampf zwischen Eddie Alvarez und Justin Gaethje sollte, nach Aussage des Letzteren, den „brutalsten Mann der UFC“ bestimmen, und nach der 14-minütigen Schlacht in Detroit verdient Alvarez, der Gaethje mit einem harten K.o. aus den Reihen der Ungeschlagenen verdrängen konnte, diese Bezeichnung allemal.

Der Pyrrhussieg in Runde drei hat auch bei Alvarez deutlich sichtbare körperliche Spuren hinterlassen, aber gerade das macht den Sieg so beeindruckend und könnte dem Duell den Vorzug gegenüber der zweiten Materialschlacht des Abends (Alex Oliveira vs. Yancy Medeiros) geben, wenn es bald um Kandidaten für den Kampf des Jahres geht.

Ebenfalls in dieser Diskussion vertreten ist Dustin Poirier, der erst vergangenen Monat Anthony Pettis in einem Kracher-Kampf besiegte. Poirier und Alvarez standen sich bereits im Mai bei UFC 211 gegenüber, der Kampf endete in einem No Contest, nachdem Alvarez illegale Kniestöße gelandet hatte. Poirier wirft nun Alvarez vor, sich so aus einem Kampf befreit zu haben, den er verloren hätte, während dieser die gleichen Anschuldigungen in die andere Richtung abfeuert.

Abgesehen von der daraus entstandenen persönlichen Fehde der beiden macht der Rückkampf auch mit Blick auf die Rangliste Sinn, zudem dürften beide ohnehin in etwa zur gleichen Zeit wieder ins aktive Geschehen zurückkehren. Eine neue Runde sollte Action und Klarheit bringen. Nächster Gegner: Dustin Poirier