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GNP1-Matchmaker: Eine neue Weltmeisterin

Suchbild: Nicco Montano hat sich bei TUF 26 durchgesetzt und trägt nun UFC-Gold (Foto: UFC).

Begraben unter der Aufmerksamkeit, die UFC 218 am gleichen Wochenende zuteilwurde, bot das Finale der 26. „The Ultimate Fighter“-Staffel am Freitag in Las Vegas unerwartet hochkarätige Action. Trotz des Fehlens großer Namen gingen aus der Fight Night in Sin City eine neue Weltmeisterin und eine Handvoll vielversprechender Talente hervor. Von allen dreien dürfte man im kommenden Jahr einiges hören.

Wir werfen einen kurzen Blick auf die drei besten Leistungen des Abends:

Nicco Montano

Ihren Namen werden wir demnächst häufiger hören. Nicco Montano hatte vor dem letzten Wochenende sechs Profi-Kämpfe in ihrer Bilanz stehen, jetzt sind es sieben und ein UFC-Weltmeistergürtel – nach drei Siegen im TUF-Haus sicherte sie sich mit einem Punktentscheid über Roxane Modafferi das UFC-Gold im neu eingeführten Fliegengewicht der Frauen.

Das hat nur kaum jemand mitbekommen. Das Interesse am TUF-Format scheint im Laufe der Jahre generell abgenommen zu haben, zudem überschattete UFC 218 den Titelkampf am Wochenende. Trotzdem gehört die 28-jährige Amerikanerin nun zu einer ausgewählten Elite innerhalb der UFC.

Eine klare erste Herausforderin für sie gibt es nicht, sofern nicht eine andere Weltmeisterin einen Anspruch geltend macht. Joanna Jedrzejczyk hatte, bevor sie im November ihren Strohgewichtstitel verlor, schon häufiger Interesse an einem Wechsel ins Fliegengewicht bekundet.

Nun ohne Gürtel unterwegs, wäre ein Umweg über das Fliegengewicht kein schlechter Schachzug, um einen zweiten UFC-Titel zu gewinnen und damit auch gleich eine Chance auf die Rückeroberung des Strohgewichtsgürtels zu einem ungleich größeren Kampf zu machen. Nächste Gegnerin: Joanna Jedrzejczyk

Sean O‘Malley

Mit Charisma und actionreichen Kämpfen kann man in der UFC einen langen Weg gehen. Sean O’Malley bringt beides mit. Nach einem offiziellen UFC-Sieg und einem in Dana Whites „Contender“-Serie kann man über „Sugar“ noch nicht allzu viel sagen, nur, dass er Potential mitbringt - zumindest blitzte das in seinem Punktsieg gegen Terrion Ware am Freitag immer wieder auf.

Zwar konnte O’Malley den Veteranen nicht vorzeitig besiegen, was aber auch dessen Zähigkeit zuzuschreiben ist. „Sugar“ indes könnte nun in zwei Richtungen gehen: Entweder, die UFC pusht den jungen Wilden mit Star-Potential gleich recht weit nach vorne und geht damit das Risiko ein, ihn zu verheizen, oder er wird langsam aufgebaut.

Angesichts seines Alters von 23 Jahren bleibt alle Zeit der Welt, ihn behutsam an das UFC-Niveau heranzuführen – ein Schritt nach oben wäre der Mexikaner Jose Alberto Quinonez, der vier UFC-Kämpfe mit drei Siegen vorweisen kann. Nächster Gegner: Jose Alberto Quinonez

Brett Johns

Der Stundenlohn kann sich sehen lassen: Neben seinem Grundgehalt kassierte Brett Johns am Wochenende in Vegas 50.000 Dollar für die „Performance of the Night“, einen Calf Slicer nach 30 Sekunden gegen Ex-Titelherausforderer Joe Soto.

Damit ist „The Pikey“ in 15 Kämpfen noch immer unbesiegt – mit drei Siegen in der UFC sollte der spektakuläre Aufgabegriff vom Wochenende das junge Bantamgewicht in die Top 15 oder zumindest deren unmittelbare Nähe rücken.

Ein passender Gegner dazu wäre Augusto Mendes. Der Brasilianer mag nur 1-2 in der UFC stehen, ist aber ein renommierter gelernter Grappler, der sich im MMA bisher nur Cody Garbrandt und Aljamain Sterling geschlagen geben musste. Nächster Gegner: Augusto Mendes