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GNP1-Matchmaker: Edwards wächst aus der Rocky-Rolle heraus

Bald ein Top-Ten-Kämpfer? Leon Edwards holte gegen "Cowboy" Cerrone den wichtigsten Sieg seiner Karriere (Foto: Florian Sädler).

UFC-Event Nummer drei in Singapur bot nicht viele große Namen, aber einiges an denkwürdiger Action. So konnte Leon Edwards im Hauptkampf den größten Sieg seiner Karriere holen, Ovince Saint-Preux zeigte, dass mit ihm noch immer zu rechnen ist und mit einigen starken Newcomern wie Petr Yan hat die UFC neues Personal gefunden, mit dem sich arbeiten lässt.

Wir werfen einen kurzen Blick auf die drei besten Leistungen des Abends:

Leon Edwards

Es war kein Darren-Till-Moment, aber mit seinem Punktsieg gegen Donald Cerrone hat Leon Edwards den Sprung aus der internationalen Bedeutungslosigkeit geschafft. Damit dürfte dem Briten ein vielversprechendes restliches Jahr bevorstehen, in dessen Verlauf er es vielleicht noch von seinem neuen elften Platz der Rangliste in die Top Ten schaffen kann.

Das würde zumindest passieren, falls er seinen Wunsch-Gegner bekommt, Jorge Masvidal. "Gamebred" ist aktuell auf Rang neun gelistet, den Edwards mit einem Sieg übernehmen würde. Zudem ist das Duell auch aus Fan-Sicht ein Schmankerl, denn beide fetzen sich am liebsten im Stand und bringen auch die Kompetenz mit, um das unter sich zu einem Feuerwerk zu zünden. Nächster Gegner: Jorge Masvidal

Ovince Saint-Preux

Mit 35 Jahren ist es für Ovince Saint-Preux an der Zeit, sich aus dem Status des ewigen Talents zu verabschieden. Tatsächlich hat er wohl nur noch Zeit für einen letzten Anlauf an die Spitze, und mit seinem Aufgabe-Sieg gegen das recht hoch gehandelte Talent Tyson Pedro hat er dafür einen soliden Grundstein gelegt.

Saint-Preux hat Erfahrung mit großen Gegnern, von Jimi Manuwa über "Shogun" Rua bis hin zu Glover Teixeira, Volkan Oezdemir und einem gewissen Jon Jones hat er sie alle vor den Fäusten gehabt. Der Sprung an die Spitze dürfte für ihn daher ein Stück weit natürlicher kommen als für einen jungen Emporkömmling, gleichzeitig hat er gegen einige der oben genannten auch schon einmal verloren.

Für Saint-Preux wäre wohl ein Rückkampf gegen Manuwa am lohnendsten, der ihn vor zwei Jahren spektakulär ausknockte und einen Platz vor ihm in der Rangliste steht. Alternativ ist einer, gegen den Saint-Preux noch nicht gekämpft hat, Jan Blachowicz. der Pole schlug jüngst Manuwa in deren eigenem Rückkampf und belegt seitdem Rang fünf. Ob der nun zurückschauen will, ist fraglich, gekoppelt mit der persönlichen Geschichte dahinter ist Manuwa daher eine gute Idee für "OSP". Nächster Gegner: Jimi Manuwa

Petr Yan

Immer mehr Asiaten haben Erfolg in der UFC - etwas, was vor Jahren noch auf beinahe verdächtige Weise ausblieb. Der Russe mit chinesischen Wurzeln Petr Yan verbindet nun zwei aktuell sehr erfolgreiche Herkunftsgegenden und machte mit einem starken K.o. gegen Teruto Ishihara in seinem UFC-Debüt gleich auf sich aufmerksam.

Ishihara ist zuletzt vom Erfolg verlassen, aber zumindest einigen Fans bekannt. In die Rangliste wird Yan mit seinem Sieg nicht vorstoßen, einen bleibenden Eindruck hat er mit seiner Leistung aber hinterlassen. "No Mercy" scheint eine Menge Potential in die Champions League mitzubringen und wird in der kommenden Zeit beweisen müssen, dass er es auch auf großer Bühne konstant beweisen kann. Nächster Gegner: