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GNP1-Matchmaker: Durchbruch für den potentiellen Pettis-Nachfolger?

Yair Rodríguez (links) holte sich in Salt Lake City den bisher wichtigsten Sieg seiner Karriere (Foto: Zuffa LLC).

Besonders interessant sah das Debüt der UFC im US-Bundesstaat Utah im Vorhinein nicht aus. Und als besonders interessant stellten sich die meisten Kämpfe dann auch tatsächlich nicht heraus - höchstens ein kleines Trostpflaster für die deutschen Fans, für die der Event weder auf dem UFC Fight Pass, noch auf ran Fighting übertragen wurde. Eine Handvoll spektakulärer Momente gab es dann aus Salt Lake City vor allem auf dem Vorprogramm trotzdem noch zu sehen.

Wir werfen einen kurzen Blick auf die drei besten Leistungen des Abends:

Yair Rodríguez

Es mag nicht die spektakuläre Zerstörung gewesen sein, die von Yair Rodríguez in seinem ersten UFC-Hauptkampf erwartet wurde. Mit dem überaus unterhaltsamen Punktsieg gegen „Bruce Leeroy“ Alex Caceres aber dürfte Shooting-Star Rodríguez trotzdem den nächsten Schritt in Richtung Spitze geschafft haben.

Einen fähigen, spektakulären und unterhaltsamen Kämpfer aus Mexiko kann die UFC für ihre Expansion dort sicherlich gebrauchen, und so dürfte „Pantera“ nach vier UFC-Siegen ohne Niederlage ein recht zügiger Weg in die größeren Kämpfe garantiert sein.

Traditionell müsste für Rodríguez nun entweder ein erfahrener Veteran oder ein Top-Kämpfer aus dem oberen Teil der Rangliste kommen. Cub Swanson würde als Nr. 5 im Federgewicht beides vereinen, mit dem noch immer erfolgreichen Veteranen trainiert Rodríguez jedoch im Gym von Greg Jackson. Bliebe Darren Elkins, dessen Zähigkeit und ebenso starkes wie unspektakuläres Ringen allerdings ein riskantes Matchup für den wilden Newcomer darstellen würden.

In der Kategorie der Top-Kämpfer würden sich Dennis Bermudez (Nr. 8) anbieten oder der Sieger des am 27. August stattfindenden Kampfes zwischen Anthony Pettis und Charles Oliveria (Nr. 6).

Bermudez ist ein bekanntes Gesicht, aber ob er es je nach ganz oben schaffen wird, dürfte fraglich sein – mit ihm würde man daher keinen potentiellen Star aus dem Rennen kegeln, sollte Rodríguez ihn besiegen. Darüber hinaus würde sein Ringen dem mexikanischen Standspezialisten einen Test liefern, sein bevorzugt äußerst offener Kampfstil Rodríguez aber auch jede Menge Möglichkeiten bieten, etwas Spektakuläres aus dem Hut zu zaubern und den endgültigen Durchbruch zu schaffen. Nächster Gegner: Dennis Bermudez

Marcin Tybura

Mit seinem spektakulären Headkick-K.o. gegen Viktor Pesta hat Marcin Tybura all das nachgeholt, was er in seinem UFC-Debüt verpasst hat. Im April trat der ehemalige M-1-Champion zum ersten Mal im Octagon an und verlor prompt gegen den eigentlich als Aufbaugegner geschickten Timothy Johnson.

Vier Monate später passierte gegen Pesta in Runde eins nicht viel, der linke Kick zum Kopf im zweiten Durchgang aber dürfte als einer der spektakulärsten Knockouts des bisherigen Jahres in die Bilanzen eingehen. In luftigere Höhen hat Tybura sich mit dieser einen Aktion nicht katapultiert, dafür aber eine Menge Momentum für seinen nächsten Auftritt generiert.

Jemand aus dem Mittelfeld des Schwergewichts, der schlagbar, aber nicht allzu leicht zu überfordern und zumindest halbwegs bekannt ist, wäre für Tybura ein passender Schritt nach vorne. Nächster Gegner: Anthony Hamilton

Teruto Ishihara

Der oder die Beste zu werden – das ist das erklärte Ziel fast aller Kämpfer, die bei der UFC unter Vertrag stehen. Nicht so Teruto Ishihara. Der 25-jährige Japaner kann nach eigener Aussage weder MMA noch dessen Teildisziplinen ausstehen. Warum er sie trotzdem tagtäglich trainiert? Weil er mit einem K.o. die Frauen ins Bett kriegt, so zumindest seine Erklärung.

Zwei Knockout-Siege in Folge hat Ishihara in der UFC bereits geholt – der vom Samstag gegen Horacio Guiterrez scheint seinen Zweck erfüllt zu haben – und avanciert dank eines politisch nicht ganz so korrekten Social-Media-Auftritts zum potentiellen Fan-Liebling.

Vom Prollen auf Twitter und Co. mag man halten, was man will und ob das Bitch-Witz-Dauerfeuer auf Dauer witzig bleibt, dürfte fraglich sein. Dennoch: Ishihara fällt Fans auf und knockt Gegner aus, und das hat in der UFC noch niemandes Karriere geschadet. Ein rundum vielversprechender Kämpfer ist er trotzdem noch nicht, zunächst wird man ihm also wohl weiterhin einige schlagbare Kontrahenten vorsetzen. Nächster Gegner: Masio Fullen