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GNP1-Matchmaker: Die Rückkehr des Königs

Zurück auf dem Thron: Jon Jones (r.) holte sich bei UFC 214 sein Gold zurück (Foto: UFC).

Das war sie also, die größte UFC-Show des bisherigen Jahres. Und enttäuscht hat UFC 214 nicht: Zwar konnte Tyron Woodleys taktisch geführte Titelverteidigung gegen Demian Maia so einige Fans nicht überzeugen, dafür gab es ansonsten vom ersten bis zum letzten Kampf jede Menge Action. 

Wir werfen einen kurzen Blick auf die drei besten Leistungen des Abends.

Jon Jones

Von wegen Ring-Rost. In seinem zweiten Kampf in zweieinhalb Jahren und dem ersten seit April 2016 kehrte Jon Jones ins Octagon zurück und holte sich seinen Titel wieder, den Daniel Cormier nach Jones‘ Dopingsperre, Gerichtsskandalen und damit einhergehendem Verlust des Gürtels gewonnen hatte.

Der harte Knockout gegen seinen Erzrivalen dürfte Jones nicht nur persönlich Genugtuung verschafft und seine Position in der UFC rehabilitiert, sondern ihn in seinem Ansehen noch höher platziert haben als vor seinen Skandalen. Gegen Cormier zeigte Jones die kreative Zerstörungskraft, die man vor seiner Pause von ihm vermisst hatte und setzte mit dem Headkick und furiosem Groundandpound ein lautes Statement.

Weitergehen dürfte es für Jones entweder mit einem der derzeitigen Top-Halbschwergewichte oder Brock Lesnar. Der Kampf gegen den EX-UFC-Champion und WWE-Superstar kam kürzlich wie aus dem Nichts ins Gespräch, scheint aber gerade in Zeiten nach der WME-ING-Übernahme durchaus möglich.

Lediglich das Timing wird diesem Blockbuster-Kampf fürs Erste einen Strich durch die Rechnung machen. Lesnar, der nach seinem positiven Dopingtest vergangenes Jahr zurücktrat und damit auch nicht mehr von USADA getestet wird, müsste erst den Rest seiner durch die Rente eingefrorenen Sperre absitzen und anschließend vier Monate ohne positiven Dopingtest überstehen.

Jones vs. Lesnar wäre damit also frühestens im Laufe des nächsten Jahres möglich, und so lange wird der gerade erst zurückgekehrte Champion kaum warten wollen. Bleiben vor allem Alexander Gustafsson und Volkan Oezdemir. Und wenn es einen Zeitpunkt gibt, das epische Duell zwischen Jones und Gustafsson von 2013 wiederaufzulegen, dann dürfte der jetzt gekommen sein. Nächster Gegner: Alexander Gustafsson

Cristiane Justino

Da ist das Ding. Nach allem hin und her, allen Streitigkeiten mit Dana White und einem verfehlten Dopingtest ist die langjährige inoffizielle Federgewichts-Queen nun auch die offizielle Weltmeisterin der 65-Kilo-Klasse.

Der technische Knockout gegen die kurzfristig eingesprungene Invicta-Bantamgewichts-Championess Tonya Evinger dürfte bei kaum jemandem für offene Münder gesorgt haben – immerhin wurde nichts anderes erwartet –, er legitimiert aber den Ruf, den „Cyborg“ sich über die Jahre aufgebaut hatte.

Wie es weitergeht, ist indes offen. Die Damen-Federgewichtsklasse der UFC besteht aktuell praktisch ausschließlich aus der Weltmeisterin, die wohl bald wieder auf auswärtigere Gegnerinnen oder Bantamgewichte treffen wird.

Sinn machen würde Megan Anderson, die wie Evinger Championess von Invicta FC ist, sie aber im Federgewicht. Eigentlich hätte der Kampf schon am vergangenen Wochenende stattfinden sollen, fiel aber aus. Nächste Gegnerin: Megan Anderson

Volkan Oezdemir

Vor sechs Monaten war Volkan Oezdemir noch nicht einmal Teil der UFC, jetzt steht er kurz vor einem Titelkampf. Mit Siegen gegen Ovince Saint-Preux, Misha Cirkunov und nun Jimi Manuwa, die letzten beiden krachende Knockouts, hat der Schweizer sich auf Platz fünf der Rangliste vorgearbeitet.

Ob er tatsächlich als nächstes um den Gürtel antreten darf, ist allerdings fraglich. Mit Alexander Gustafssons imposanten Sieg gegen Glover Teixeira im Mai dürften die Chancen für den Schweden besser stehen, als nächstes Jon Jones vor die Fäuste zu bekommen.

Oezdemir dagegen könnte gegen den auf drei gelisteten letzten Gegner Gustafssons endgültig zeigen, dass er tatsächlich zur Elite im UFC-Halbschwergewicht gehört. Nächster Gegner: Glover Teixeira

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