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GNP1-Matchmaker: Darren Tills Durchbruch

Auf dem Weg nach Oben: Darren Till holte in Danzig den größten Sieg seiner Karriere (Foto: Florian Sädler).

Zum letzten Mal in diesem Jahr war die UFC am Samstag in Europa zu Gast. In Danzig, Polen ließen Knockouts und Submissions häufig auf sich warten – wenn es dann doch knallte, flogen dafür aber auch richtig die Fetzen. Der größte Gewinner des Abends heißt zweifellos Darren Til: Der fesche Brite manövrierte sich an der Ostseeküste vom vielversprechenden Talent direkt in die Nähe der Top Five.

Wir werfen einen kurzen Blick auf die drei besten Leistungen des Abends:

Darren Till

Zeit verschwendet Darren Till keine mehr. Nach eineinhalbjähriger Pause kehrte der junge Brite im Mai gegen Jessin Ayari ins Octagon zurück, fünf Monate später hat der Thaiboxer drei überzeugende Siege in der Tasche.

Sein Potential hat der erst 24-Jährige in seinen letzten beiden Punktsiegen schon immer wieder durchscheinen lassen, gegen Donald Cerrone aber kam am Wochenende alles zusammen. Till nahm den Veteranen gnadenlos auseinander, brach seine Nase und schickte ihn nach nicht einmal viereinhalb Minuten zum Duschen.

Till hat seine Chance bekommen, und er hat sie so gut genutzt wie es nur ging. Arbeitslos dürfte er auch weiterhin nicht werden – nach dem Kampf lieferte er sich über den Käfigzaun hinweg gleich die nächste (bisher nur verbale) Auseinandersetzung mit Mike Perry, der als Gast-Kämpfer in Polen war.

Es sieht so aus, als hätte die UFC Perrys nächsten Kampf gegen Santiago Ponzinibbio wenige Wochen zu früh angesetzt. Im Dezember wird „Platinum“ in den Käfig steigen, danach aber würde es im Falle eines Sieges wohl niemanden geben, der ein Duell mit Till nicht gerne sehen würde.

Wenn potentielle Kämpfe so schnell derart populär werden, dann werden sie meist eher früher als später Wirklichkeit. Und falls Ponzinibbio gewinnt, wäre auch das in jeder Hinsicht ein überaus sehenswertes Duell. Nächster Gegner: Santiago Ponzinibbio oder Mike Perry

Jan Blachowicz

Mit mehr Druck im Rücken als jemals sonst in seiner Karriere gelang Jan Blachowicz am Samstag ein so wichtiger wie imposanter Sieg vor heimischer Kulisse. Der Rear Naked Choke, den der Pole im Stand gegen Devin Clark ansetzen konnte, nachdem er seinen anstürmenden Gegner mit einem Konter ordentlich durchgerüttelt hatte, brachte dem 34-Jährigen den zweiten Sieg in sechs Kämpfen ein.

Damit wird der einst hoch gehandelte ehemalige KSW-Champion nicht in die Rangliste durchbrechen, mit diesem Erfolg sowie dem 50.000-Dollar-Bonus für die „Performance of the Night“ in der Hinterhand wird Blachowicz aber deutlich lockerer in seinen nächsten Kampf gehen können.

Trotz einiger guter Leistungen lässt der Durchbruch für den gefährlichen Allrounder noch immer auf sich warten. Bis es in die relevanten Regionen geht, wird Blachowicz wohl noch ein oder zwei Siege außerhalb der Top 15 holen müssen. Nächster Gegner: Paul Craig

Aspen Ladd

Was für ein Debüt. Anfangs noch mit Vollgas in Richtung Niederlage unterwegs, drehte UFC-Newcomerin Aspen Ladd den Spieß gegen Lina Lansberg kurzerhand um stoppte die erfahrenere Kämpferin in der zweiten Runde.

Die Chance auf den T.K.o.-Sieg eröffnete sich, nachdem Ladd in der ersten Runde im Clinch unterlag, im zweiten Durchgang dann aber erfolgreich den Takedown gesucht hatte. Die noch immer ungeschlagene Amerikanerin, die bisher ausschließlich für Invicta FC angetreten war, tritt damit in gewisser Weise in die Fußstapfen von Cris „Cyborg“, die Lansberg als einzige andere Gegnerin in ihren letzten neun Kämpfen bezwingen konnte.

Mit dem Sieg startete Ladd ihre UFC-Karriere in der richtigen Richtung, um der Spitze näher zu kommen, wird sie aber auch in der dünn besetzten Bantamgewichtsklasse noch den einen oder anderen weniger achterbahnähnlichen Sieg holen müssen. Nächste Gegnerin: Katlyn Chookagian